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Badische Staatsbrauerei Rothaus AG

Mit dem Absatz von 941.000 Hektolitern erreichte sie das bisher höchste Ergebnis

Bei der Hauptversammlung am 7. Mai 2009 konnte die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG wiederum auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. Gegenüber dem Vorjahr ist es eine Steigerung von 4,2 %. Die Umsatzerlöse stiegen von 84,5 Mio. € auf 89,2 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 5,6 %, bezogen auf 2007.

Im Branchenvergleich konnte sich die Rothaus AG damit sehr gut behaupten und ihre Markt-position erneut festigen und weiter ausbauen. Denn bundesweit ging der Bierabsatz bekanntlich um gut 1 % zurück. In Baden – Württemberg stieg der steuerpflichtige Bierabsatz um 0,6 % an.

Rothaus erzielte seine Umsätze ausschließlich im hochpreisigen Marktsegment. Wie bei unserem Unternehmen üblich, wurde darauf verzichtet, den Ausstoß durch Sonderaktionen oder Preisnachlässe zu erkaufen. Wie die oben genannten Zahlen deutlich machen, konnten sowohl in den traditionellen Liefergebieten wie in den neuen Verkaufsgebieten wiederum neue Marktanteile erarbeitet werden.

Die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG legt Wert auf die Feststellung, dass es nicht Unter-nehmensstrategie ist, sich ausschließlich an Ausstoß und Umsatz zu orientieren. Man wolle ganz bewusst eine der Heimat verbundene Schwarzwaldbrauerei bleiben, die selbstverständ-lich eine überregionale Ausstrahlung habe. Ziel sei der Erhalt des hohen Niveaus in Zeiten, die gesamtwirtschaftlich und speziell für die Braubranche immer schwieriger würden. Mit leichten Schwankungen bei Ausstoß und Umsatz sei auch in Zukunft zu rechnen. Man werde auch künftig davon Abstand nehmen, die Bierabsätze mit Zugeständnissen bei Preisen und Kondi-tionen zu erkaufen.

Die Produktpalette unserer Spezialitätenbiere umfasst Pils, Märzen – Export, Hefeweizen und Radler. In der 0,33 l Gebindeform sind sie als „Tannenzäpfle“, „Eiszäpfle“, „Hefeweizen-Zäpfle“ und „Radler-Zäpfle“ allgemein bekannt. Wesentlicher Absatz und damit Umsatzträger ist traditionell mit 82,9 % am Gesamtabsatz Pilsbier. Den größten Anteil hiervon hat das besonders beliebte „Tannenzäpfle“.

Traditionell erfreulich war auch im abgelaufenen Jahr die Umsatzrendite , die trotz eines stark gestiegenen Materialaufwandes bei gut 29 % liegt. Die Investitionen betrugen im Geschäfts-jahr 2008 insgesamt 4 Mio. €. Sämtliche Investitionen konnten wiederum komplett aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Der Cashflow beläuft sich auf 29,5 Mio. €. Das Anla-gevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände machen rd. 9,2 Mio. € aus. Sie gingen insbesondere aufgrund der neuen steuerlichen Regelung zur Be-handlung von geringwertigen Wirtschaftsgütern um ca. 4,2 Mio. € zurück.

Wesentliches Investitionsvorhaben war die Installierung einer Holzpellet- und Holzhack-schnitzelanlage. Obwohl die Anlage erst im Mai 2008 in Betrieb ging, ist es im abgelaufenen Jahr bereits gelungen, etwa 40 % des Heizölbedarfs durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Dieser Wert erhöht sich in der Folgezeit auf voraussichtlich über 70 %.

Auch das Besucherzentrum mit dem Brauereigasthof Rothaus GmbH im Mittelpunkt wurde 2008 insbesondere durch den „Zäpfleweg“ weiter entwickelt. Diese Brauereierlebniswelt wird auch in den Folgejahren sukzessiv ausgebaut werden. Schon im ersten vollen Geschäftsjahr 2008 kamen über 80.000 Personen in den Brauereigasthof.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt 230 einschließlich 14 Auszubildender. Dies unterstreicht in der strukturschwachen Lage des Hochschwarzwaldes unsere wichtige Rolle als Arbeitgeber, sowohl direkt als auch indirekt in Bezug auf die vielen mittelständischen Lieferanten, die sehr häufig aus der näheren Umgebung kommen.

An das Land ist als Alleinaktionär der Rothaus AG erneut eine Dividende von 17 Mio. € bezahlt worden.

Insgesamt hat das Unternehmen Steuern von 16,7 Mio. € bezahlt.

Der Unternehmenserfolg beruht wesentlich auf der Markenstärke von Rothaus. Sie ist der entscheidende Faktor für den Absatzerfolg neben dem transparenten und glaubwürdigen Preis- und Konditionengefüge sowie der konsequent praktizierten Kundenorientierung.

Im Jahr 2009 wird die Rothaus AG mit einem alkoholfreien Bier auf den Markt kommen. Die Vorbereitungen dazu sind abgeschlossen. Das neue Geschäftsjahr ist im Übrigen gut angelaufen. Trotz der für alle bestehenden Unwägbarkeiten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise erwartet der Vorstand deshalb auch für das laufende Geschäftsjahr einen erfolgreichen Abschluss.

(Redaktion)


 


 

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