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Soziales Engagement

Mittelstandspreis 2009 für soziale Verantwortung verliehen

Drei mittelständische Unternehmen wurden am 16.06.09 in Stuttgart mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2009“ ausgezeichnet: der Gasthof Stern in Neresheim, der Malerbetrieb Dieter Kaupp GmbH in Schramberg-Sulgen und die Heldele GmbH aus Salach bei Freiburg. Sie machten in ihrer Größenkategorie jeweils das Rennen unter fünf Unternehmen, die aus 180 eingegangenen Bewerbungen für den Preis nominiert wurden.

Der Preis steht unter dem Motto „Leistung – Engagement – Anerkennung“ und würdigt das freiwillige soziale Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen. Dies hat in Baden-Württemberg eine ausgesprochen lange Tradition.

Den Mittelstandspreis verleiht die Caritas in Baden-Württemberg bereits zum dritten Mal gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Wissenschaftlich wird die Preisverleihung vom Institut für Social Marketing in Stuttgart begleitet.

„Die Bereitschaft zu teilen und andere am eigenen Wohl teilhaben zu lassen, ist bei sehr vielen Unternehmern tief verwurzelt. Sie erweisen sich als ‚Mitgestalter des Sozialen’, wenn sie ihre Zeit, ihr Wissen und Kapital in soziale Aufgaben einbringen“, sagte Caritasdirektor Monsignore Wolfgang Tripp bei der festlichen Preisverleihung vor 400 Gästen im Haus der Wirtschaft. Solches Engagement belege eindrucksvoll die jüngst vorgelegten Untersuchungsergebnisse der „ Stiftung für Zukunftsfragen“, die einen Wandel ausmacht von einer „Gesellschaft von Ichlingen zu einer Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit.“

Durch ihr freiwilliges Engagement trügen gerade die mittelständischen Unternehmen „maßgeblich dazu bei, das tägliche Leben von Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes mitmenschlicher und lebenswerter zu gestalten“, betonte Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Gemeinsam mit dem Rottenburger Bischof Dr. Gebhard Fürst hat er die Schirmherrschaft für dieses Vorhaben übernommen. Die Teilnehmer des Wettbewerbs bewiesen, „dass unternehmerische Notwendigkeiten und gesellschaftliches Engagement keine Widersprüche sind, sondern im Gegenteil gut zueinander passen“, so der Minister. Die Unternehmen in ihrem bürgerschaftlichen Engagement zu fördern und zu unterstützen werde zu einem immer wichtigeren Aspekt der Mittelstandspolitik.

Auch Generalvikar Dr. Clemens Stroppel würdigte in Vertretung von Bischof Gebhard Fürst die „unverändert hohe Bereitschaft von kleineren und mittleren Unternehmen im Land, sich sozial zu engagieren – trotz schwieriger gewordener Verhältnisse.“ Dies zeuge von „hoher unternehmerischer Verantwortung“, die sich gerade darin zeige, „selbstverständlich und ohne viel Aufhebens einen Beitrag zu leisten für ein gesellschaftliches Miteinander.“

Wirtschaftsminister Pfister verwies in seinem Grußwort darauf, dass der Mittelstandspreis bundesweit der größte Wettbewerb in den Bereichen Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility sei. Er sprach den 180 eingegangenen Bewerbungen seine Anerkennung aus. Deren Qualität und Vielfalt hätten die elfköpfige Jury vor die schwere Aufgabe gestellt, je Größenkategorie einen Preisträger festzulegen. Sämtliche Projekte bewegen sich in den Themenfeldern Familie, Integration, Arbeit und Bildung bis hin zu Kultur und Sport.

Preisträger der Kategorie bis 20 Mitarbeiter ist das Gasthaus Stern in Neresheim. Die Wirtin setzt sich für bedürftige Familien ein und hat die Benefizveranstaltung „Aktion Hoffnung – für alle, die uns doch etwas angehen“ ins Leben gerufen. Bei dieser Veranstaltung mit Frühschoppen und Mittagstisch sind zahlreiche Helfer mit und ohne Behinderung im Einsatz. Sieger der zweiten Größenkategorie, die Malerwerkstatt Dieter Kaupp GmbH aus Schramberg-Sulgen, realisiert Projekte mit Menschen mit Behinderung. Durch Malwettbewerbe für hör- und sehgeschädigte Schüler und andere Aktionen, bei denen Farbe eine Rolle spielt, geht der Betrieb eine nachhaltige Partnerschaft mit einer sozialen Einrichtung ein. Die Heldele GmbH aus Salach ist Preisträger der größten Mitarbeiterkategorie. Mit einer eigenen Stiftung sucht das Unternehmen nach Lösungen für zukünftige Weiterbildungsthemen für Jugendliche und Erwachsene. Preise für innovative Arbeiten von Realschülern verleiht die Stiftung genauso wie sie Weiterbildungen für Pädagogen und Eltern fördert.

ZDF-Sportstudio-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, die die Preisverleihung moderierte, wertete den Mittelstandspreis als eine Geste des Danks. „Viele der Unternehmen unterstützen auch Sportvereine. Eine solche Vereinsarbeit mit Kindern und Jugendlichen fördert schließlich Integration, sie stärkt die Persönlichkeit und pflegt den Teamgeist“, so Müller-Hohenstein. Sportlich marschierte bei der Preisverleihung auch die Nachwuchsmannschaft des VfB Stuttgart ein. Beim Torwandschießen auf der Bühne erspielte sie mit jedem Treffer 200 Euro für die psychosoziale Nachbetreuung der Opfer von Winnenden, gespendet von Hyundai Neckarsulm.

Den Preis versteht Caritasdirektor Wolfgang Tripp als Würdigung des traditionellen sozialen Engagements im Mittelstand. „Dieses ist und bleibt für die Entwicklung des Landes von großer Bedeutung.“ Veranstalter und Schirmherren hoffen daher, dass das Wirken der Preisträger auch für viele andere Unternehmen beispielhaft und anregend wirkt. Im November dieses Jahres soll der „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ zum vierten Mal ausgeschrieben werden.

Zur Bewerbung aufgefordert waren alle baden-württembergischen Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten, die in unterschiedlicher Art und Weise Wohlfahrtsverbände, soziale Organisationen, Initiativen, Einrichtungen oder (Sport-) Vereine unterstützen und gemeinsam mit ihnen ein soziales Projekt auf die Beine stellen. Die öffentliche Anerkennung dieser Leistungen soll zugleich Motivation dafür sein, in der Dauerhaftigkeit dieses Engagements nicht nachzulassen.

(Wirtschaftsministerium B.-W.)


 


 

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