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Minijob

Jeder neunte Arbeitnehmer im Südwesten hat einen Nebenjob

Zur Jahresmitte 2010 übten in Baden-Württemberg 416 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zusätzlich zu ihrer Haupttätigkeit einen Minijob aus. Gemessen an den rund 3,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Südwesten waren dies fast 11 Prozent oder gut jeder neunte Beschäftigte.

Damit war in Baden-Württemberg der Anteil der Beschäftigten mit Nebenjob so hoch wie in keinem anderen Bundesland und deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (8,5 Prozent). Insgesamt hatten die sozialversicherten Arbeitnehmer in Westdeutschland doppelt so häufig zusätzlich einen Minijob als in Ostdeutschland (9,4 bzw. 4,7 Prozent). Den kleinsten Anteil hatte mit knapp 4 Prozent Sachsen-Anhalt.

Seit der gesetzlichen Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungen im Jahr 2003 hat sich bis 2010 die Zahl der Beschäftigten mit Nebenjob annähernd verdoppelt (+89 Prozent bzw. +196 000 Beschäftigte). Dabei ist allein im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr ihre Zahl um über 81 000 Personen (+ 37 Prozent) gestiegen. Zu diesem starken Zuwachs hat wesentlich beigetragen, dass seit April 2003 ein Minijob, der neben einer Haupttätigkeit ausgeübt wird, für den Arbeitnehmer nunmehr wieder sozialversicherungsfrei bleibt. Des weiteren wurde die Verdienstgrenze bei den Minijobs von 325 auf 400 Euro angehoben. Bis 2010 nahm die Zahl der Beschäftigten mit geringfügiger Nebentätigkeit bis auf das Krisenjahr 2009 jährlich weiter zu. Von den insgesamt 416 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten mit zusätzlichem Minijob im Jahr 2010 waren 181 000 Männer und 235 000 Frauen. Gemessen an den jeweils sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten die Frauen mit 14 Prozent weit häufiger zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung einen Minijob als ihre männlichen Kollegen (8 Prozent).

Die regionale Auswertung zeigt, dass es im Zeitraum von 2003 bis 2010 in allen Stadt- und Landkreisen des Landes einen Beschäftigungsanstieg bei Arbeitnehmern mit Nebenjob gab. Die Spannweite des prozentualen Zuwachses reichte von +141 Prozent im Landkreis Karlsruhe bis 56 Prozent im Landkreis Rottweil. Am häufigsten hatten die Arbeitnehmer in den Landkreisen Karlsruhe, Emmendingen und dem Alb-Donau-Kreis zwei Jobs. Bezogen auf alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den genannten drei Kreisen waren dies jeweils rund 14 Prozent oder jeder 7. sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Landesweit am geringsten waren mit jeweils 8 Prozent die Quoten in den Stadtkreisen Stuttgart und Mannheim. Hier hatte lediglich jeweils jeder 13. Beschäftigte einen Haupt- und Minijob.

(Statistisches Landesamt BW)


 


 

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