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Negative Verfassung an den Aktienmärkten hält an

Die US-Börsen starteten am Freitag zunächst positiv in den Handel. Besser als erwartet ausgefal-lene GDP-Zahlen hatten das Sentiment aufgehellt. Auf den zweiten Blick fiel jedoch auf, dass die Konjunkturdaten alles andere als ermutigend waren. In der Folge gaben die die führenden US-Indizes bis zu 2,28 % nach. Die Financials standen erneut unter Druck, in der Folge gab der Sektor 2,5 % ab. Eine ausgeprägte Schwäche bei Regionalbanken (-6,5 %) hatte dazu beigetragen.

Lange Zeit notierte der Bereich Energy in der Pluszone, konnte die Gewinne bis zum Schluss nicht halten. Enttäuscht zeigte man sich auch über einen Bericht, wonach die Idee einer „Bad Bank“ zunächst vom Tisch sein soll. Die Anzahl von Quartalsberichten nimmt in dieser Woche deutlich ab. Broadcom, SanDisk, D.R. Horton, Dow Chemical, Cisco Systems, Time Warner, Kellog, Veri-Sign und Biogen stellen die Highlights dar. Bei den Konjunkturdaten wird man sich besonders auf die ISM-Indizes und den Arbeitsmarktbericht konzentrieren. Darüber hinaus stehen die Daten zu den US-Bauausgaben, anstehende Hausverkäufe, Industrieaufträge und die Ladenkettenumsätze zur Veröffentlichung an. Beim ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe rechnen wir damit, dass dieser allmählich an einem Tief angelangt ist. Auf dieser Basis scheint eine leichte Erholung und leicht positives Überraschungspotenzial möglich. Hingegen erachten wir einen nochmaligen Rückgang des Dienst-leistungssektors für zu pessimistisch. Die Vorgaben für den Arbeitsmarktbericht am Freitag fallen durchweg negativ aus. Wie das technische Bild (siehe Grafik) verdeutlicht hat sich das Bild des S&P 500 nochmals verschlechtert. Der Gann Angel im Bereich von 831 Punkten wurde unter-schritten. Nun gilt es, den Blick auf die Unterstützungsmarke bei 810 Zählern zu richten.

Die Angst an den europäischen Aktienmärkten geht weiter um. Offensichtlich schätzt man die Gefahr einer recht nachhaltigen Rezession wieder deutlich höher ein. Am Freitag gab der Dax bei dünnen Umsätzen rund 2 Prozent auf 4.338 Zähler nach. Auch wenn der Index auf Wochenbasis etwas an Boden gut machen konnte, fällt die Monatsbilanz mit einem Abschlag von knapp 10 % recht schlecht aus. Dies wird allgemein als negatives Indiz für die Gesamtjahresaussichten gewertet. Seit mehr als 20 Jahren beendete der Dax das Gesamtjahr immer im Minus, sofern sowohl die Bilanz der ersten Handelswoche als auch die des ersten Monats negativ ausfiel. Diese Konstellation liegt aktuell wieder vor. Die Aktie der deutschen Postbank führte mit einem Kursplus von 3,52 % die Gewinnerliste des Dax an. ThyssenKrupp gab als größter Verlierer 4,55 % ab. In dieser Woche nimmt die deutsche Quartalsberichtssaison allmählich an Fahrt auf. U.a. werden Dyckerhoff, Celanese, Heidelberger Druckmaschinen, Schlott Gruppe, Deutsche Bank (Jahresabschluss) GrenkeLeasing, IDS Scheer, Epcos und Infineon Ergebnisse präsentieren. Die Ratssitzung der EZB am Donnertag wird voraus-sichtlich keinen nennenswerten Markteinfluss haben. Aus technischer Sicht steht für den Dax ein Test der wichtigen Unterstützung bei 4.326 Zählern an. Sollte diese Marke nicht gehalten werden können, wofür vieles spricht, müsste von einem schnellen Rutsch auf 4.025 Punkte ausgegangen werden. Auf dem Weg dorthin bietet der fallende Fibonacci-Fan im Bereich von 4.180 Zählern ein wenig Support.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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