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MicroTec Südwest im Finale

Neue Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundes um Fördergeld

Der nationale Spitzencluster-Wettbewerb, initiiert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), geht in die zweite Antragsphase. Die Jury hat in Berlin zehn Antragssteller ausgewählt, die einen Vollantrag stellen dürfen. Dabei hat der branchenübergreifende Technologiecluster MicroTec Südwest erneut die Finalrunde erreicht und rechnet sich gute Chancen aus, Anfang 2010 zu den maximal fünf Gewinnern dieses bedeutenden nationalen Wettbewerbs zu gehören. In der im April abgegebenen Skizze wurden Entwicklungsprojekte für den Cluster von über 100 Millionen Euro entwickelt. Die erneute Auswahl bestätigt die anerkannte Spitzenposition des Clusters – schon heute.

Zum MicroTec Südwest – in dem mehr als 300 baden-württembergische  Hochschulen, Klininken, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der Mikrosystemtechnik zusammenarbeiten – gehört das Cluster MicroTec Region Freiburg. Dieses Cluster verknüpft Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der Mikrotechnologie. Sie ist in der Medizintechnik und den Life Sciences, besonders in der Sensorik, Diagnostik und Therapie, ein wichtiges Zukunftsfeld. Die Universität Freiburg ist an dem Cluster durch das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK), den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, das Exzellenzcluster Zentrum für biologische Signalstudien „bioss“, das Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience (BCCN) und das Universitätsklinikum beteiligt. 

Das IMTEK bildet in einem bundesweit einzigartigen Studiengang  Mikrosystemtechnik-Ingenieure aus, „bioss“ und BCCN arbeiten an der
Schnittstelle zwischen Lebenswissenschaften und Technologie. Abgesehen von den wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Freiburg, den Hochschulen Offenburg und Furtwangen und der Fraunhofer-Institute sind zahlreiche Produktions- und Dienstleistungsunternehmen sowie Zulieferer und Anwender der neuen Mikrotechnologien an MicroTec Region Freiburg beteiligt. Das Netzwerk ist das größte und erfolgreichste Mikrotechnologie-Cluster in Europa – und jedes siebte weltweit erteilte Patent geht auf das Cluster zurück. 

Entsprechend der Juryempfehlung und in Absprache mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat MicroTec Südwest im April
2009 eine Projektskizze zur 2. Wettbewerbsrunde mit Fokus auf zwei international ausgelegten Projekten, so genannten „Leuchttürmen“ eingereicht: (1) Im „Leuchtturm Mobilität“ werden zusammen mit der Robert Bosch GmbH Hochleistungssensoren für zukünftige Umwelt- und Sicherheitsanwendungen entwickelt, die unter anderem Grundvoraussetzung für die Entwicklung sauberer und ressourcenschonender hybrider Antriebstechniken sind. (2) Im „Leuchtturm
Gesundheit“ setzen die Clusterpartner zusammen mit der Roche Diagnostics GmbH auf die in-vitro-Diagnostik. In der personalisierten Medizin und Gesundheit der Zukunft sind miniaturisierte Diagnosesysteme für die Früherkennung, Prävention, Diagnose sowie für die Therapie und Überwachung von Krankheiten ein wichtiger Schlüsselfaktor für eine deutlich verbesserte Lebensqualität.

Der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft. Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa anderthalb Jahren. In jeder der drei Wettbewerbsrunden werden bis zu 200 Millionen Euro für jeweils bis zu fünf Spitzenclustern über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen: www.microtec-suedwest.de

(Redaktion)


 


 

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