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  • 17.05.2009, 01:36 Uhr
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  • Seebach
Investition

Neues Hotel am Mummelsee soll in einem Jahr eröffnet werden

Karl-Heinz Müller ist schwer zu erreichen, obwohl das Mummelsee-Hotel, das er zusammen mit seiner Frau Bärbel wieder als Pächter betreiben soll, noch gar nicht steht: Der 36-Jährige sieht ständig auf der Baustelle nach dem rechten und sorgt dafür, das die Imbiss-Bewirtung, die Bäckerei, der Bootsverleih und anderes weiterläuft. Ostern 2010 soll es so weit sein: Dann wird an der Stelle des abgebrannten alten Hotels bei der Schwarzwaldhochstraße südlich von Baden-Baden ein neues stehen. Der See ist vor allem ein beliebtes Ausflugsziel für Tagestouristen: An der Straße ist es im Sommer laut und heiß – nach wenigen Schritten in den Wald wird es am Seeufer auf über 1000 Metern Höhe ruhig und erfrischend kühl.

Rückblick: Am 5. Mai 2007 war es direkt am See heiß - sehr heiß. Das 100 Jahre alte Hotel brannte bis auf die Grundmauern ab. Bärbel und Karl-Heinz Müller waren seit gerade mal zwei Monaten Pächter. Offizielle Brandursache war, so Müller, eine brennende Zigarette, die wohl aus einem Fenster schnippt wurde und unter einem der hölzernen Dachziegel landete – ein Schwelbrand entstand, dann fingen an, große Flammen zu lodern, die sich in rasender Geschwindigkeit durch das Holz des Bauwerks fraßen. Danach kamen die "Katastrophentouristen" – jetzt hofft Müller auf die "Bautouristen": Beim neuen Hotel war Ende April der "Erste Spatenstich", seitdem geht es zügig weiter. Ostern 2010 soll das neue Hotel mit rund 3700 Quadratmetern Nutzfläche eröffnet werden. In einer Hütte wird über den Neubau informiert.

Der 34 Meter lange und 20 Meter hohe Bau steht dann an der Stelle des alten Hotels. Es soll ihm äußerlich auch ähneln – Schwarzwaldstil. Innen wird es jedoch modern sein: Internet und mehr, 25 Zimmer zwischen 30 und 54 Quadratmeter Größe, Aufzug, behindertengerechte Toiletten, vier Themenrestaurants mit 250 Sitzplätzen, eine Seeterrasse und ein Verkaufsraum mit Schwarzwälder Spezialitäten. 7,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Seine Familie, so Müller, investiere eine Million in die Inneneinrichtung. Den eigentlichen Bau bezahlt die "Waldgemeinschaft Seebach", ihr gehört der See, das umliegende Gelände, viel Wald und sogar zwei Steinbrüche.

Rund eine Million Tagestouristen kommen, so Müller, jährlich zum Mummelsee. Für das Hotel sei die Hauptsaison normalerweise der Sommer – die Zahl der Gäste im Winter hänge von der Schneemenge ab. Für die Touristen wird auch während des Hotelbaus das bisher gewohnte geboten: Imbiss, Backstube, Souvenirladen, Tretbootverleih, Kaffee und Kuchen (Müller: "Die Schwarzwäder Kirschtorte ist nach wie vor hausgemacht") und ein Kunstpfad im Wald. Außerdem steht im Wald eine Kapelle, die eine sehr moderne Architektur hat. Karl-Heinz und Bärbel Müller hatten das alte Hotel vom Vater der Ehefrau, Roland Dieterle, übernommen. Bei einem Dieterle-Betrieb in Gutach hat der gelernte Bankfachwirt und Betriebswirt vorher fünf Jahre Erfahrung gesammelt.

Der 17 Meter tiefe Mummelsee selbst ist sagenumwoben – gemunkelt wird von Seenixen und einem Wasserkönig. Er ist einer der sieben verbliebenen Karseen des Schwarzwaldes, Überbleibsel der letzten Eiszeit, sozusagen von Gletschern gehobelt. Vom See geht ein Wanderweg steil nach oben: Auf einem Hochplateau läuft man über einen befestigten Weg durch Hochmoor, es gibt dort Bunker aus dem Krieg, einen Fernsehturm, Windräder – und man hat eine fantastische Aussicht bei entsprechendem Wetter in die Rheinebene nach Straßburg und zu den Vogesen. Vom Hochplateau aus gehen Wanderwege weiter.

Mehr auf der Mummelsee im Schwarzwald , www.mummelsee.de und www.berghotel-mummelsee.de.

(Redaktion)


 

 

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