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Freiburg/Austin-Texas

OB Salomon bei Clinton in Texas

Freiburgs weltweit guten Ruf in Sachen Klimaschutz bestätigte jüngst eine Einladung aus Texas. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton lud Freiburgs OB nach Austin ein, um dort an einem Kongress seiner "Clinton Global Initiative" teilzunehmen. Dort präsentierte OB Salomon Freiburgs Klimaschutzmodell.

"Freiburg Green City" stößt auf weltweites Interesse

Der Begriff "Green City" als Synonym für eine nachhaltige und umweltbewusste Stadtentwicklung wird immer mehr zu einem weltweiten Freiburger Markenzeichen: Dutzende von Besuchergruppen mit Politikern, Architekten, Umwelt-Fachleuten und Journalisten machen sich vor Ort ein Bild, wie Klimaschutzkonzepte in der kommunalen Praxis umfunktionieren oder ein ganzer Stadtteil nach ökologischen Prinzipien geplant werden kann, und im Ausland sind immer häufiger Freiburger Experten als Referenten vor hochrangigen Fachkongressen gefragt.

Jüngstes Beispiel: Oberbürgermeister Dieter Salomon war am vorletzten Wochenende für zwei Tage zur „Clinton Global Initiative“ in die texanische Hauptstadt Austin eingeladen und traf dort unter anderem mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton zusammen. An dem Kongress nahmen rund 1500 Studierende sowie Hunderte von Universitätspräsidenten und Professoren aus allen amerikanischen Bundesstaaten teil, um zwei Tage lang über die Rolle der Hochschulen im Klimawandel, gegen weltweite Armut und für eine Sicherung der Nahrungsproduktion zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Experte für den kommunalen Klimaschutz

Dieter Salomon war als einziger deutscher Teilnehmer und einziger Oberbürgermeister als Experte in die größte Arbeitsgruppe zum Schwerpunktthema Klimawandel eingeladen worden und stellte vor über 300 Studierenden und Professoren Freiburg als Modell einer Stadt vor, in der Klimaschutz mit einem integrierten Handlungskonzept betrieben wird.

Gerade als Universitätsstadt mit einer ökologisch sensiblen und aufgeschlossenen Bürgerschaft und dank einer jahrzehntelangen umweltpolitischen Erfahrung könne Freiburg Anregungen geben. „Es gibt keinen Königsweg, sondern jede Stadt muss aufgrund der eigenen Rahmenbedingungen ein eigenes Konzept mit unterschiedlichen Bausteinen entwickeln“ sagte Salomon.

Außer dem Freiburger OB referierten im Podium die Stadtplanerin und Professorin Ellen Dunham-Jones vom Georgia Institute of Technology, die Kanzlerin der Universität von Minnesota, Jacqueline Johnson, und Timothy DenHerder-Thomas, der als Student in St. Paul einen Fonds zur Förderung von sauberer Energie an Hochschulen gegründet hat, der sich inzwischen an 14 Colleges durch die Einsparung von Energiekosten selbst refinanziert.

Freiburg als Musterstadt für nachhaltige Stadtentwicklung

Die Einladung nach Austin als Sitz einer der größten und bekanntesten amerikanischen Universitäten mit über 50.000 Studierenden bezeichnete der OB als eindrucksvolle Bestätigung für Freiburgs guten Namen als Musterstadt für nachhaltige Stadtentwicklung. Salomon hatte am Rande der Konferenz Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Gastgeber Bill Clinton. „Gerade junge Leute an den Universitäten sind ungeheuer sensibilisiert für die Probleme des Klimawandels und stellen eigene Projekte auf die Beine, von denen die Politik noch viel lernen kann.“

Dialog mit der Politik und der Wirtschaft

Diesen Dialog mit der Politik und der Wirtschaft zu organisieren und praktische Projekte anzuschieben, ist eine der Aufgaben der „Clinton Global Initiative“ (CGI), die Bill Clinton nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus ins Leben gerufen hat. Die CGI fördert mit Stiftungsgeldern humanitäre Projekte in aller Welt und unterstützt „Non Governmental Organizations“ (NGO’s) aus verschiedenen Themenfeldern.

Das Treffen in Austin war nach dem Auftakt 2008 an der Tulane-University in New Orleans die zweite Veranstaltung dieser Art, um Konzepte für eine nachhaltige Politik aus US-Hochschulen zu bündeln und miteinander zu vernetzen. Einer der prominenten Mitstreiter ist der Hollywood-Star Matthew McConaughey, der in Austin seine Stiftung für benachteiligte Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten vorstellte.

(Redaktion)


 


 

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