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OB-Stichwahl in Metzingen: Wirtschaft verlangt klare Akzente

Keine Erhöhungen der kommunalen Steuern und klare Weichenstellungen in den Bereichen Tourismus und Einzelhandel fordert die IHK Reutlingen vom künftigen Metzinger Oberbürgermeister. „Vom Sieger der Stichwahl am 8. Februar erwartet die Wirtschaft, dass er die vorhandenen Stärken des Standorts ausbaut“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp.

2,6 Millionen Besucher kommen jährlich nach Metzingen. Doch die Anziehungskraft und der internationale Bekanntheitsgrad der OutletCity werden als touristisches Potenzial bisher kaum genutzt. „Hier kann und muss sich Metzingen als touristischer Leuchtturm positionieren“, betont Epp. „Die Stadt braucht noch mehr professionelle Tourismusarbeit, mehr regionale und landesweite Vernetzung und eine Ausweitung der Hotelkapazitäten – vor allem im gehobenen Segment.“

Einzelhandel stärken
Neben dem Wirtschaftsfaktor Tourismus gilt es, den Einzelhandel in Metzingen zu stärken. Auch er profitiert bisher nur in geringem Maße von den Besuchern der OutletCity. „Die Stadtentwicklung in Metzingen hat sich auch dem klassischen Einzelhandel zu widmen“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Dazu gehören aus seiner Sicht eine bessere Verzahnung von Einzelhandel und OutletCity sowie die Lösung der innerstädtischen Verkehrsprobleme. „Im Interesse des Metzinger Gesamtangebots sollte ein professionelles Einzelhandelsmarketing etabliert werden. Denn nach einer starken Expansionsphase kann jetzt ohnehin nur noch ein maßvoll gesteuertes Wachstum die Zukunftsperspektive sein.“

Absage an Steuererhöhungen
Eine Absage erteilt die IHK der Diskussion, die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer ab 2010 beziehungsweise 2011 zu erhöhen. Mit den jetzigen Hebesätzen von 330 (Grundsteuer B) und 340 Prozent (Gewerbesteuer) liegt Metzingen leicht über dem Durchschnitt im Landkreis Reutlingen. „Es darf nicht übersehen werden: Neben der Infrastruktur und den kommunalen Investitionen sind Steuern und Abgaben der dritte wichtige Standortfaktor für die Betriebe“, erklärt Epp. Ein Vorratsbeschluss ist aus Sicht der IHK kontraproduktiv. „Niemand kann heute absehen, wie sich bis 2010 oder 2011 die Wirtschaft und die Gesamtlage entwickeln werden.“

(IHK Reutlingen)


 


 

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