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Ökostrom wird zunehmend beliebter

Bereits jeder fünfte Stromwechsler entscheidet sich für regenerative Energien. Längst muss man fürs gute Öko-Gewissen, nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen.

Angesichts stetiger Preiserhöhungen der Stromversorger gewinnen Ökostromprodukte in der Bundesrepublik immer mehr an Attraktivität. Aktuell beziehen rund fünf Prozent der deutschen Haushalte regenerativ erzeugten Strom – mit steigender Tendenz. So entschied sich im letzten Jahr bereits jeder fünfte Verbraucher bei einem Anbieterwechsel für ein Ökostromprodukt. 2007 war die Quote nur halb so hoch. Die wachsende Nachfrage kann dabei nicht nur auf das zunehmende Umweltbewusstsein der Verbraucher, sondern auch auf das immer wettbewerbsfähigere Preisgefüge der Öko-Tarife zurückgeführt werden. Wie das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de in diesem Zusammenhang ermittelte, lassen sich die jährlichen Stromkosten durch einen Wechsel zu einem günstigeren Ökostromanbieter um bis zu 367 Euro reduzieren.

Bis zu 239 Euro kann eine durchschnittliche Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom in Großstädten wie Nürnberg, Freiburg und Mainz sparen, wenn sie aus der teuren Grundversorgung in den günstigsten, regional verfügbaren Öko-Tarif wechselt. Im bayerischen Cadolzburg liegt das Einsparpotential sogar bei 367 Euro. „Der Markt für regenerative Energien ist stark in Bewegung“, erklärt Tarifexperte Thorsten Bohg von toptarif.de. „Immer mehr Anbieter drängen in den Markt, wie beispielsweise jüngst die Kaiser’s Tengelmann AG. Zudem haben fast alle regionalen Versorger mittlerweile eigene Ökostromtarife im Angebot. Große Unternehmen wie LichtBlick und Entega haben bereits jeweils mehr als 400.000 Kunden. Insgesamt nimmt auch in diesem Bereich der Wettbewerb zu, was sich positiv auf die Preisgestaltung der angebotenen Tarife auswirkt.“

In Bezug auf die Angebote an Ökostrom liegen die Wahrnehmung der Verbraucher und die Wirklichkeit des Strommarktes aber weit auseinander. „Umweltbewusstsein und günstige Preise schließen sich nicht aus“, macht Bohg deutlich. In den meisten Regionen sind mehr als zwei Drittel aller „grünen“ Tarife günstiger als die jeweilige Grundversorgung. Zudem sind in jeder Region in Deutschland – egal ob Stadt oder Land – mittlerweile mehr als 30 Anbieter mit Ökostromprodukten verfügbar.

Auch bei der Informationsbeschaffung gibt es einfache Orientierungsmöglichkeiten. Verbraucher sollten hierbei in erster Linie auf die Zertifizierung der angebotenen Produkte achten, die Auskunft über die Herkunft des Ökostroms geben. Empfehlenswert sind Angebote mit dem „Grüner Strom Label“ (GSL), dem „ok-power Label“, dem „Öko-Strom“-Gütezeichen der Landesgewerbeanstalt Bayern und den TÜV-Zertifikaten.

Information zum grünen Strom sowie zum Anbieterwechsel liefern Online-Verbraucherportale wie toptarif.de.

(Redaktion)


 


 

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