Planung abgeschlossen
Verkehrskonzept für den Papstbesuch steht
Südbaden. Die Tage des Papstbesuchs rücken näher. Wichtiges Thema für die Organisation ist der Verkehr – wie kommen die inzwischen über 100.000 angemeldeten Menschen auf den Flugplatz und die Messe und wieder zurück.
Das erzbischöfliche Ordinariat als Veranstalter hatte das renommierte Institut IVV mit der Erstellung eines Mobilitätskonzepts beauftragt, was in enger Zusammenarbeit mit Veranstalter, Polizei und Stadt und anderen entstand. Die Planungen zum Mobilitätskonzept sind jetzt nahezu abgeschlossen.
Für alle rund 700 Busse, die von außerhalb kommen werden, sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Für Pkws sind in allen vier Himmelsrichtungen von Freiburg Parkplätze in ausreichender Zahl ausgewiesen. Die Busse für den kostenlosen Shuttlebusverkehr zu den PKW-Parkplätzen sind vom Veranstalter bestellt. Alle Pilgerwege stehen fest, die Infrastruktur auf diesen Wegen wie Sanitätseinrichtungen und Betreuungen durch freiwillige Helfer und die Polizei, die Beschilderung an den Wegen, die Ausstattung mit Toiletten und auch die Abfallentsorgung sind abschließend geplant und werden nach und nach eingerichtet. Ebenso steht das Konzept für die Fahrradfahrer, die auf mehreren Routen zu Parkplätzen in der Nähe des Gottesdienstgeländes geleitet werden. Dort können sie ihre Räder gesichert und durch Ordner bewacht abstellen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Planung umfasste auch die Anreise der Pilger mit dem Zug. Das Konzept geht davon aus, dass mit rund 20.000 Pilgern ein großer Anteil mit dem Zug anreisen wird. Sie werden dabei aus der Region aber auch von weiter her oder aus dem Ausland kommen. Es fahren mehrere Sonderzüge, insgesamt haben die Schienenunternehmen den Verkehr verstärkt. Die sichere Abwicklung des Anreise- und Abreiseverkehrs vom Bahnhof war für die Organisatoren eine große Herausforderung, ist aber in der Planung genau gelöst.
Jetzt setzen Veranstalter, die Polizei und die städtische Verkehrsbehörde die Planungen um. Seit rund einer Woche hängen bereits Hinweisschilder überall in der Stadt und an vielen Stellen sind Sperrmaterialien deponiert. Als nächstes wird im Umland und an den Einfallstraßen durch große Hinweistafeln auf den bevorstehenden Papstbesuch und die verkehrlichen Auswirkungen hingewiesen. Auch die Pilgerwege, auf denen am Sonntag, den 25. September, kein Fahrzeug und auch kein Fahrrad fahren darf, werden beschildert, so dass die Anwohner rechtzeitig Bescheid wissen.
Wie bereits berichtet, wird das Stadtgebiet in rote und gelbe Verkehrszonen eingeteilt. In den roten Verkehrszonen darf niemand Auto oder Fahrrad fahren mit Ausnahme von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und gekennzeichneten Fahrzeugen der Organisation. Die gelbe Verkehrszone dient der geordneten Abwicklung der Veranstaltung und dem Schutz der Anwohner vor auswärtigen Parkplatzsuchenden. Hier dürfen nur der öffentliche Nahverkehr, gewerbliche Lieferverkehr und die Freiburger Anwohner fahren. Auswärtige Arbeitnehmer, die am Samstag oder Sonntag in der gelben Verkehrszone arbeiten müssen, können eine Ausnahmegenehmigung für die Einfahrt beantragen. Rund 1.000 Ausnahmegenehmigungen hat die
Straßenverkehrsbehörde bereits erteilt. Eine detaillierte Übersicht über alle Sperrungen bietet die Mobilitätsplattform auf www.papst-in-freiburg.de unter dem Stichwort „Verkehr vor Ort“.
Ordinariat, Polizei und Stadtverwaltung haben sich fortlaufend um Information aller Betroffenen und aller Freiburger Bürgerinnen und Bürger bemüht. Beim von allen drei Institutionen betreuten Info-Telefon Papstbesuch mit der Nummer 0761 / 20-12345 gehen täglich mehr als hundert Anrufe ein, dazu eine Vielzahl von Mails. Häufig wird gefragt, wie man zum Arbeitplatz kommt, welche Straßen gesperrt sind, wie man sich am Papstwochenende in Freiburg bewegen kann oder wie der ÖPNV fährt. Den Anfragenden werden Fahrstrecken empfohlen oder auch Vorschläge hinsichtlich der Fahrzeit gemacht. Das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs wird während des ganzen Wochenendes mit nur kurzen Unterbrechungen sogar verstärkt sein.
„Die Stadt will eine gute Gastgeberin sein. Wir wollen alles tun, dass der Besuch für alle Gäste ein schönes Erlebnis wird!“ fasst Bürgermeister Prof. Martin Haag zusammen. Neben umfassender Information für die auswärtigen Gäste haben Stadt, Ordinariat und Polizei auch versucht, die Freiburgerinnen und Freiburger möglichst gut einzubeziehen. Haag berichtet: „Wir haben Informationsveranstaltungen und -gespräche mit Bürgervereinen, mit den Krankenhäusern, im Industriegebiet Nord, mit
Sicherheitsdiensten, mit dem Hotelgewerbe und mit der Taxivereinigung geführt. Es war uns wichtig, alle in der Stadt mitzunehmen, damit sich die Menschen trotz der notwendigen Einschränkungen über die hohe Ehre des Papstbesuches freuen können!“ Die Informationsarbeit gehe noch weiter durch Anwohnerinformationen an den Pilgerwegen und andere
Informationen für betroffene Anlieger.
Erster Polizeihauptkommissar Dieter Klipfel, Mitglied der BAO Mitra, Sachbereich Verkehr, und Verkehrsreferent der Polizeidirektion Freiburg berichtet, dass die Kollegen am Info-Telefon von einer guten Stimmung bei den Ratsuchenden berichten. „Dies können wir aus den Anwohnerbesuchen, die wir seit einiger Zeit bei den unmittelbaren Anliegern der Veranstaltungsorte machen, auch berichten. Die Menschen in der Stadt sehen die Einschränkungen, freuen sich aber in erster Linie
auf den hohen Besuch, so ist unser Eindruck!“, ergänzt Klipfel. Für die Polizei sei es wichtig, dass in den Vorbereitungen alles getan worden sei, damit die Pilger sicher und reibungslos an die Veranstaltungsörtlichkeiten in Freiburg und wieder zurück zu den Bussen, den Pkws und zur Bahn gelangen können. „Bei einer solchen Großveranstaltung wird es aufgrund der Besucherströme Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens geben. Wir sind aber bemüht, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten,“ unterstreicht Klipfel.
„Alle Planungspartner in den Behörden und beim Veranstalter haben das gleiche Ziel: Sicher und reibungslos die Menschen und Verkehrströme zu lenken und die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Freiburg steht vor einem großen Fest, das in die Geschichte der Stadt eingehen wird!“ erklärt der Papst-Koordinator im erzbischöflichen Ordinariat, Domkapitular Peter Birkhofer. Er dankte den Partnern Stadt und Polizei nochmals für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.
(Stadt Freiburg)
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