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  • 21.01.2010, 14:47 Uhr
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Bruttowerbeaufwendungen 2009

Plakat zeigt Stärke in der Krise

Mit einem Zuwachs von fast 15 Prozent gewinnt Plakat Marktanteile hinzu; Handel und andere große Werbungtreibende räumen dem Medium eine größere Rolle im Mediamix ein.

Handel, Mobilnetzanbieter und Pkw-Hersteller haben ihren Werbedruck „out of home“ im vergangenen Jahr kräftig erhöht und dem Medium Plakat damit ordentlich Schub verliehen: 2009 stiegen die Bruttowerbeaufwendungen allein dieser aktuellen Top 3-Spender für Plakat um 54 Millionen Euro, ein Plus von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Summe entspricht fast der Hälfte des Umsatzzuwachses, den das Plakat laut Nielsen Media Research für 2009 insgesamt verzeichnet: Für den Zeitraum Januar bis einschließlich Dezember ergibt sich im Vergleich zu 2008 ein Mehrbetrag von knapp 117 Millionen Euro, die Zuwachsrate liegt bei 14,7 Prozent. Auf Plakat, das heißt Großflächen, City-Light-Boards/ Mega-Lights, City-Light-Poster, Ganzsäulen, Riesenposter und Werbetürme entfällt im Jahr 2009 demnach ein Werbevolumen von rund 912 Millionen Euro (brutto).

Mit dieser Entwicklung hat sich das Plakat sehr erfolgreich vom allgemein schwachen Verlauf im Mediengeschäft abgesetzt. Unter den von Nielsen beobachteten klassischen Medien konnten 2009 nur Fernsehen (2,9 Prozent) und Radio (1,6 Prozent) ebenfalls Zuwachsraten erzielen, der Gesamtmarkt schloss mit einem leichten Rückgang (minus 0,2 Prozent). Der Marktanteil von Plakat, der über viele Jahre bei unter 3 Prozent festgeschrieben schien, steigt damit auf nunmehr 4,4 Prozent.

„Plakat ist heute das Medium mit der größten positiven Dynamik im Markt der klassischen Medien“, betont Jochen C. Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbandes Aussenwerbung e.V. (FAW), Frankfurt. „Unsere Analyse der von Nielsen Media Research vorgelegten Zahlen bestätigt, dass viele große Werbungtreibende ihre Präsenz im öffentlichen Raum über das Medium Plakat signifikant verstärkt haben, insbesondere jene, bei denen Aktions- und Abverkaufswerbung im Vordergrund stehen.“

Allen voran sind es die Handelsorganisationen, deren Werbeverhalten und Mediaentscheidungen für Dynamik im Markt sorgen. Sie führen nicht nur das Ranking der größten Kunden-Branchen beim Plakat an, sondern gehören nach den Medien auch erneut zu den größten werbungtreibenden Branchen in Deutschland. Von ihrem Bruttowerbevolumen (2009 insgesamt 2,1 Milliarden Euro) fließen seit zwei Jahren immer größere Teile in die Plakatwerbung; auch 2009 hat der Handel seinen Werbedruck über Plakate um 20 Prozent erhöht, während sein Werbevolumen über alle Medien hinweg nur um 8,5 Prozent gestiegen ist.

Treiber dieser Trendwende sind Handelsriesen wie Media Saturn, seinerseits größter Nutzer des Mediums Plakat unter den Handelsorganisationen. Nach einem Anstieg der Bruttospendings von 31 Prozent im Jahr 2008 gab es 2009 einen weiteren Zuschlag von 45 Prozent; der Anteil von Plakat im Mediamix von Media Saturn hat sich damit seit 2007 auf 8,6 Prozent verdoppelt.

„Wir sind davon überzeugt, dass viele Werbungtreibende gerade im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 ihre Mediaentscheidungen überdacht haben und zu einer neuen Bewertung der verschiedenen Kommunikationskanäle gekommen sind“, so FAW-Geschäftsführer Gutzeit. „Die nachweislich hohe und zudem weiter wachsende Mobilität der Bevölkerung ist das entscheidende Argument, um den öffentlichen Raum als ultimative Plattform für einen häufigen und intensiven Kontakt mit nahezu allen Bevölkerungsgruppen zu nutzen. Hier führt kein Weg am Plakat vorbei.“

Werbungtreibende und Agenturen, die sich über die aktuellen Werbemöglichkeiten der Außenwerbung informieren möchten, lädt der FAW zu seiner großen Branchenveranstaltung PlakaDiva 2010 ein. Wie in den Vorjahren bietet der Kongress am 28. April in Düsseldorf Einblicke in Planung und Forschung, präsentiert Best Practise-Beispiele bekannter Marken und stellt neue Mechanismen und Technologien beim Einsatz von Out-of-Home-Medien vor. Das Programm wird in Kürze veröffentlicht.

(Open PR)


 

 

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