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IHK Neujahrsempfang

Präsident Dischinger fordert mehr Unternehmergeist

Über 1.300 Gäste waren am Montag Abend der Einladung der IHK Südlicher Oberrhein zu deren Neujahrsempfang gefolgt. Im vollbesetzten Freiburger Konzerthaus ließ IHK-Präsident Karlhuber Dischinger in seiner Ansprache das vergangene Jahr Revue passieren und forderte von Politik und Wirtschaft konsequentes Handeln in 2011.

Als wesentlichen Faktor für den Erfolg der Region Südlicher Oberrhein nannte Dischinger die Versorgung der Wirtschaft mit ausreichend Fachkräften. Mit einer Arbeitslosenquote von ca. 4 Prozent herrscht derzeit faktisch Vollbeschäftigung. Neben dem Engagement in Sachen Ausbildungsreife und Berufsorientierung forderte der IHK-Präsident auch ein Umdenken in der Zuwanderungsdebatte: „Wir müssen uns öffnen“. Deutschland sei entgegen vieler Behauptungen kein Zuwanderungs- sondern ein Auswanderungsland. Und gerade die Auswanderer seien meist gut qualifiziert.

In diesem Zusammenhang spiele auch der Ausbau der Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle. Der Kapazitäten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) seien längst ausgereizt. Dischinger forderte von der Politik, den Ausbau der A5 schneller voranzutreiben sowie beim Bau der Rheintalbahn endlich konkrete Entscheidungen zu treffen. Er bemängelte, dass sich in den letzten zehn Jahren auf deutscher Seite fast nichts getan habe, während in der Schweiz ein 57 Kilometer langer Tunnel gegraben wurde.

Um die Herausforderungen im Verkehr, beim Fachkräftemangel und in der Forschung bewältigen zu können, brauche es leistungsfähige öffentliche Kassen. IHK Präsident Dischinger forderte eine strikte Konsolidierung der Haushalte auf der Ausgabenseite. An die Kommunen gerichtet appellierte er, nicht weiter an der Gewerbesteuerschraube zu drehen und mehr in der Verwaltung zusammenzuarbeiten, um Kosten zu sparen.

Die IHK Südlicher Oberrhein ist beim Thema Sparen in den letzten Jahren mit gutem Beispiel vorangegangen und hat die Mitgliedsbeiträge mehrfach gesenkt, so Dischinger. Bei ihrer letzten Sitzung hat die Vollsammlung den Beitragssatz von 0,14 Prozent auf den historischen Tiefstand von 0,10 Prozent gesenkt. „Wir entlasten dadurch unsere Mitgliedsunternehmen bei den Beiträgen um 1,2 Millionen Euro“, so der IHK-Präsident weiter.

Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer rief Dischinger auf, sich aktiv an der im März stattfinden Vollversammlungswahl zu beteiligen. 87 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich dann für die Wahl in das „Parlament der Wirtschaft“ zur Verfügung.

(IHK Südlicher Oberrhein)


 


 

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