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  • 06.05.2009, 10:24 Uhr
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IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Praktikum für Auszubildende aus Betrieben in Kurzarbeit oder Insolvenz

Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg steht Auszubildenden, deren Betrieb von Kurzarbeit oder Insolvenz betroffen ist, als erste Anlaufstelle zur Seite. Im Fall von Kurzarbeit im Ausbildungsbetrieb berät und unterstützt die IHK die Jugendlichen bei der Suche nach Lösungen, die auf deren individuelle Situation zugeschnitten sind. Das Spektrum reicht von der Umstellung des Ausbildungsplanes und Anpassung des Berufsschulunterrichts, der Versetzung in eine andere Abteilung oder in die Lehrwerkstätte, der Durchführung besonderer Ausbildungsveranstaltungen bis zur Nutzung der Lehrwerkstätten großer Unternehmen oder Berufsbildungszentren. Ist der Ausbildungsbetrieb insolvent, hilft die IHK dabei, ein Unternehmen zu finden, bei dem die Ausbildung fortgesetzt werden kann.

„Wir begrüßen es, dass die Förderung des Landes für Unternehmen, die einen Lehrling aus einem insolventen Betrieb übernehmen, mit dem Ausbildungsbonus der Arbeitsagenturen kombiniert werden kann“, sagt Martina Furtwängler von IHK-Fachbereich Berufliche Ausbildung. Neu aufgelegt wurde zudem eine Förderung durch das Landeswirtschaftsministerium, nach der Unternehmen, die einen Auszubildenden von einem insolventen Betrieb übernehmen, einmalig 1.200 Euro erhalten können.

Die IHK-Lehrstellenwerber der IHKs seien darüber hinaus mit unverminderter Intensität dabei, Betriebe für die Ausbildung zu gewinnen. „Wir sehen trotz Finanzkrise keinen Grund zur Schwarzmalerei auf dem Ausbildungsmarkt“, so Martina Furtwängler. Dafür sorgten schon der demografisch bedingte Rückgang der Nachfrage nach Lehrstellen sowie die abnehmende Zahl der Altbewerber.

Für Jugendliche, die zum Beispiel ohne Schulabschluss schlechte Chancen haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, bietet sich ein Praktikum zur Einstiegsqualifizierung an. Wie die Bundesagentur für Arbeit erhoben hat, waren 70 Prozent der Jugendlichen, die zwischen 2007 und 2008 ein solches Praktikum absolviert hatten, spätestens sechs Monate später sozialversicherungspflichtig beschäftigt. „Für diese Zielgruppe gibt es kein besseres Instrument, um in die Ausbildung hineinzuwachsen. Unsere Mitarbeiter werden deshalb für die Einstiegsqualifikation weiter intensiv bei Unternehmen und Jugendlichen werben“, so Furtwängler.

(Redaktion)


 


 

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