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Exportumfrage

Regionale Unternehmen sind auf den Weltmärkten gut vertreten

Die Unternehmen in der Wirtschaftsregion Hochrhein-Bodensee sind auf allen wichtigen Weltmärkten gut vertreten und erreichen damit eine hohe Exportquote.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage zu den Auslandsaktivitäten der regionalen Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, die von der IHK Hochrhein-Bodensee und der Konstanzer Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) durchgeführt wurde. Dazu sind rund 850 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk befragt worden. „Es ist die größte Exportumfrage in unserer Region seit fünfzehn Jahren“, sagt Dr. Uwe Böhm, Geschäftsführer des Bereichs International bei der IHK.

Die Exportquote der produzierenden Unternehmen liegt bei 50 Prozent (Bundesdurchschnitt 40 v.H.). Doch wie verteilen sich die Auslandsaktivitäten der regionalen Firmen? Dazu bietet die Umfrage interessante Ergebnisse. So ist Europa zwar mit 55 Prozent einer der wichtigsten Absatzmärkte, doch liegt hier die Quote unter dem Bundesdurchschnitt von 62 Prozent. Die neuen EU-Staaten wie Polen, Ungarn oder auch Tschechien erfreuen sich dabei immer größerer Beliebtheit bei den Unternehmen. Sie liegen mittlerweile auf dem Exportniveau von Spanien. Mit 20 Prozent ist der Anteil der Aktivitäten im asiatischen Raum deutlich höher als der Durchschnitt (12 v.H.). Auch in die afrikanischen Länder (5 Prozent), darunter vor allem Südafrika und die Mittelmeeranrainer, werden überdurchschnittlich viele Waren exportiert. Der für Deutschland insgesamt bedeutende Markt USA steht bei den regionalen Unternehmen weniger hoch im Kurs, was aber daran liegt, dass in der Region keine Autos produziert werden. Insgesamt 11 v. H. der befragten Firmen verfügen über Kontakte nach Amerika.

Die Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum sind sehr stark ausgeprägt. Hier steht China an erster Stelle. Jedoch werden auch alle anderen asiatischen Wachstumsmärkte wie beispielsweise Indonesien und Malaysia bedient. Dabei nehmen der Vertrieb (48 v.H.) und die Repräsentanzvertretungen (26 v.H.) den größten Stellenwert ein. Als einen Beschaffungsmarkt sehen 15 Prozent der Firmen den asiatischen Raum und 11 Prozent produzieren dort. „Die Sprache und die kulturellen Unterschiede werden zwar von den Firmen als Problem wahrgenommen, sie spielen aber keine so große Rolle, wie wir zuerst vermutet haben“, erläutert Professor Helmut Weber von der HTWG, der die Umfrage zusammen mit seinen Studenten betreut hat. Die Produktpiraterie ist für die regionalen Unternehmen zwar ein großes Thema, auf den wirtschaftlichen Austausch wirkt sich das aber kaum negativ aus.

Auf eine verstärkte Ausrichtung nach Osteuropa und Russland will die IHK Hochrhein-Bodensee ihr Serviceangebot für Unternehmen ausweiten, so Uwe Böhm, denn beide Regionen sind noch unterrepräsentiert. Für den Herbst ist eine Unternehmerreise nach Russland geplant und im nächsten Jahr bietet die IHK eine Informationsreise in die baltischen Staaten an. Diese werden auch durch eine Förderung der EU im Rahmen des europäischen Netzwerkgedankens „Enterprise Europe Network“ ermöglicht.

(Redaktion)


 


 

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