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Solarstrom

Rendite für Solarstrom bleibt hoch

Zu Jahresbeginn ist die Vergütung für Solar­strom um 9 Prozent gesunken. Doch Finanztest-Berechnungen zeigen: Die Installation einer Solarstrom­anlage auf dem Dach lohnt sich für Haus­eigentümer auch im Jahr 2010. Grund sind die stark gesunkenen Preise für Solarmodule.

7 Prozent Rendite

Die Vergütung für Solarstrom sinkt. Hauseigentümer, die ab dem 1. Januar 2010 eine Solarstromanlage in Betrieb nehmen, bekommen für den erzeugten Strom 9 Prozent weniger Geld als bisher: Nun sinds 39,14 Cent, vor dem Stichtag gab es noch 43,01 Cent. Gleichzeitig sinken aber auch die Preise für die Solaranlagen – und zwar noch viel stärker als die staatliche Förderung: Im vierten Quartal 2009 kosteten Komplettanlagen bis zu 100 kW Leistung mit Montage durchschnittlich nur noch 3 135 Euro pro kW (ohne Mehrwertsteuer), so der Bundesverband Solarwirtschaft. Das waren rund 26 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Folge: Bei den aktuellen Preisen werfen Solaranlagen auch 2010 eine ordentliche Rendite ab. Das zeigen Berechnungen von Finanztest. An Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung können Eigentümer mit ihrer Investition über eine Laufzeit von knapp 21 Jahren 6,5 bis 7,3 Prozent Rendite pro Jahr erzielen.

Alle Kosten eingerechnet

Grundlage dieser Zahlen ist ein Anlagenpreis von 3 250 Euro pro Kilowatt (kW) Leistung und eine jährliche Stromausbeute von 850 bis 900 Kilowattstunden (kWh) pro kW. Mit einer günstigeren Anlage oder in sonnigen Regionen Süddeutschlands sind sogar zweistellige Renditen möglich. Diese Rechnung berücksichtigt bereits Wartungskosten und Versicherungsbeiträge sowie eine alterungsbedingte Abnahme des Stromertrags. Den Anlagenpreis hat Finanztest ohne Mehrwertsteuer angesetzt. Denn die beim Kauf gezahlte Mehrwertsteuer können sich Hauseigentümer sofort vom Finanzamt zurückholen. Dazu müssen sie ihren Betrieb beim Finanzamt anzeigen und eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.

Eigenverbrauch lohnt sich

Noch besser sind die Ertragsaussichten für Anlagenbetreiber, die ihren Solarstrom nicht komplett ins Netz einspeisen, sondern einen Teil selbst verbrauchen. Die Vergütung des Netzbetreibers beträgt dafür zwar nur noch 22,76 (statt 25,01) Cent pro Kilowattstunde. Doch dazu kommen die ersparten Ausgaben für den Strom, den sonst ein Versorger liefern müsste. Bei Anlagen, die bereits 2009 ans Netz gingen, lohnt sich der Eigenverbrauch erst ab einem Strompreis von 21,42 Cent pro kWh. Für Hauseigentümer, die ihre Anlage 2010 installieren, ist der Eigenverbrauch dagegen schon ab einem Strompreis von 19,49 Cent pro kWh rentabel. Viele Stromversorger verlangen bereits mehr. Und mit steigenden Strompreisen wird der Eigenverbrauch immer attraktiver. Die nächste kräftige Preiserhöhung haben etliche Unternehmen bereits zum Jahresbeginn angekündigt.

Weitere Kürzung in Sicht

Spätestens ab 1. Januar 2011 wird die Solarstromvergütung um weitere 9 Prozent gesenkt. Dieser Termin steht im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Wahrscheinlich wird die Förderung aber schon früher gekappt. Die Regierung will mit Verbraucherverbänden und der Solarbranche sprechen, um kurzfristig eine „Überförderung“ zu vermeiden. Viele Experten meinen, dass angesichts der gesunkenen Preise eine so hohe Vergütung wie zurzeit nicht mehr nötig ist. Es gilt daher als nahezu sicher, dass es für neu installierte Anlagen bereits im Laufe des Jahres weniger Geld geben wird. In der Branche rechnet man aber frühestens zum Sommer mit einer Gesetzesänderung. So bliebe Hauseigentümern noch ausreichend Zeit, sich die aktuellen Vergütungssätze für die nächsten 20 Jahre zu sichern.

Alle Ergebnisse im Überblick

(test.de)


 


 

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