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Rückblick KW 46: Nun ist es offiziell - Deutschland und die Eurozone befinden sich in einer Rezession.

Die Wirtschaft schrumpfte im 3. Quartal um -0,5% (2. Quartal um -0,4%). Deutschland als die größte Volkswirtschaft in der Eurozone trug damit auch für das negative Wachstum der Eurozone (-0,2%) bei.

Die Wirtschaftsdaten aus den USA zeigen deutliche Schwäche. So stiegen die Neuanträge auf Arbeitslosenversicherung in der vergangenen Woche um 32.000 auf insgesamt 516.000, höher als erwartet.

Die Einzelhandelsumsätze fielen um -2,8%, der schlechteste Wert seit Auflegung dieses Indikators 1992.

Nicht nur der Euroraum und die USA sind von dem Abkühlen der Wirtschaft betroffen, auch China wächst langsamer. Um evtl. Problemen zu begegnen hat China ein eigenes Rettungspaket aufgelegt, in Höhe von $586 Mrd. - was ca. 16% des Bruttoninlandsprodukt darstellt! Insbesondere die Infrastruktur des Landes soll ausgebaut werden, ebenso das Autostraßen- und Schienennetz sowie auch Privat- und Gewerbeimmobilien. Nach Bekanntgabe dieses Plans profitieren - wenn auch nur kurzfristig - sämtliche Börsen in Fernost, besonders Japan als wichtiger Handelspartner.

Negativ wurden die Börsen durch Prognosen von Best Buy (größter Elektronikhändler der USA) und Intel (größter Chiphersteller der Welt) belastet. Beide Firmen sehen weniger Nachfrage in den kommenden Quartalen aufgrund der starken Belastungen der Konsumenten und somit weniger Wachstum.

Ebenfalls negativ wurde die Nachricht aufgenommen, dass der staatliche amerikanische Rettungsfond nun primär dafür verwendet werden soll Konsumenten und Hypotheken-, bzw. Kreditnehmer zu entlasten - nicht wie ursprünglich geplant, notleidende Kreditinstitute zu unterstützen.

Wie immer in Rezessionen wird die Autoindustrie sehr stark belastet. In Deutschland hat Opel um staatliche Unterstützung gebeten und in den USA stehen für GM die Zeichen auf Sturm. Ein Analyst der Deutschen Bank hat das Kursziel der GM Aktien von $4 auf $0 heruntergestuft. Beim aktuellen Stand hat der Spielwarenhersteller Mattel einen höheren Börsenwert als General Motors.

Indizes:

Dow Jones: - 4,99 %

DAX Index: - 4,62 %

Nikkei 225: - 1,40 %

(Open PR)


 


 

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