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Sal. Oppenheim prüft Ausstieg bei Arcandor – Zerschlagung droht

Die Luxemburger Privatbank Sal. Oppenheim erwägt den Ausstieg aus dem insolventen Quelle- und Karstadt-Mutterkonzern Arcandor. In den kommenden sechs Wochen soll es eine Entscheidung geben. Laut Zeitungsberichten hält es der Großaktionär nur noch theoretisch für möglich, den Konzern als Ganzes zu erhalten.

Die Bank und deren Gesellschafter sind mit zusammen knapp 29 Prozent der Anteile größter Aktionär von Arcandor. Für die Beteiligung hätten sich bereits erste Interessenten gemeldet, darunter seien sowohl Hedge-Fonds als auch Einzelpersonen. Anfragen würden derzeit an den Insolvenzverwalter weitergeleitet. Dies berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf das Umfeld der Bank. Für den Fall eines Ausstiegs von Sal. Oppenheim ist es wahrscheinlich, dass es zu einer Zerschlagung des Konzerns kommt. Die Zukunft des Quelle-Versandhandels sowie der Karstadt-Kaufhäuser wäre dann noch fraglicher als sie es durch die Insolvenz des Mutterkonzerns ohnehin schon ist.

Bei der Privatbank Sal. Oppenheim, deren persönlich haftender Gesellschafter Friedrich Carl Janssen seit Herbst den Arcandor-Aufsichtsrat leitet, wird die im vergangenen Herbst eingeleitete Beteiligung am Konzern inzwischen als Fehler bewertet. Damals habe man daran geglaubt, dass sich der Einstieg als eine gute Investition erweisen würde, heißt es aus Kreisen der Bank. Anders als Sal. Oppenheim hat sich Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, die mit 26 Prozent der Anteile immerhin noch zweitgrößte Aktionärin ist, vergangenes Wochenende klar zu ihrem Engagement bei Arcandor bekannt. Ihr Ehemann Leo Herl, der Schickedanz im Aufsichtsrat vertritt, versicherte, das Aktienpaket werde nicht verkauft.

Indes wurde bei Arcandor die für Mittwoch geplante Veröffentlichung der Halbjahreszahlen gestoppt. Als Grund nannte das Unternehmen den Insolvenzantrag. Offen bleibt zunächst, ob der Geschäftsbericht für die sechs Monate bis Ende März zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgemacht wird. Arcandor hatte die Veröffentlichung bereits zweimal verschoben.


(Redaktion)


 


 

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