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Marktkommentar Aktien - Helaba

Sanierungspläne und Restruktrierungskonzept

GM und Chrysler werden heute gegen 23:00 Uhr MEZ ihre Sanierungspläne vorlegen. Finanzminister Steinbrück hat ein Restrukturierungskonzept zur Voraussetzung für Staatshilfen an Opel gemacht.

Aufgrund des Feiertags „President’s Day“ blieben die US-Börsen am Montag geschlossen. Auch von konjunktureller Seite standen keine Veröffentlichungen auf dem Programm. Heute wird mit dem Empire-State-Index der erste Stimmungsindikator der Industrie des Monats Februar veröffentlicht. Eine Stabilisierung im Bereich des niedrigen Vormonatsniveaus ist möglich. Enttäuschungspotenzial gegenüber der bei -24 Punkten liegenden Konsensschätzung machen wir nicht aus. Am Abend steht der NAHB-Wohnungsmarktindex auf der Agenda. Eine Trendwende am Häusermarkt zeichnet sich nicht ab. Auch im Februar erscheint eine Stimmungsaufhellung aufgrund der desaströsen Lage am Arbeitsmarkt unwahrscheinlich. Daher dürfte der Wohnungsmarktindex auf seinem historisch niedrigen Niveau von acht Punkten verharren. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass von fundamentaler Seite heute keine Hiobsbotschaften zu befürchten sind, so dass die Börsen von dieser Seite nicht belastet werden. Für Aufmerksamkeit sorgen sicherlich die Sanierungspläne von GM und Chrysler, die heute gegen 23:00 Uhr vorgelegt werden. Von technischer Seite kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Zwar lassen die quantitativen Indikatoren im Tageschart des Dow-Jones-Indexes Stabilisierungstendenzen erkennen, der übergeordnete Abwärtstrend ist aber intakt. Entscheidende Unterstützungen zeigen sich bei 7.694 und bei 7.450 Punkten. Sollte letztere Marke unterschritten werden, müssen weiterreichende Verluste ins Kalkül gezogen werden. Widerstände lokalisieren wir bei 7.984, um 8.000 und bei 8.162.

Die Stimmung am Aktienmarkt ist nach wie vor trübe. Vor allem die schlechten Konjunkturaussichten und die mit Skepsis betrachteten Konjunkturpakete der US-Regierung gegen die Finanzund Wirtschaftskrise sorgen für ein hohes Maß an Unsicherheit. Der DAX schloss bei 4.366 Punkten 1,1 % im Minus. Der breiter gefasste EuroStoxx 50 gab 1,2 % auf 1.942 Punkte nach. Auf der Verliererseite standen einmal mehr die Finanzwerte, ohne dass es dafür einen besonderen Grund gegeben hat. Die Aktien der Commerzbank schlossen bei 2,99 EUR mit einem Minus von 7,14 %, die Werte der Deutsche Bank gaben 6,47 % ab. Demgegenüber legten die Aareal-Bank-Titel (MDAX) 15,3% zu. Positiv wurde aufgenommen, dass die Bank Staatsgelder und Garantien in Milliardenhöhe in Anspruch nimmt. DAX-Gewinner waren die Linde-Aktien mit einem Plus von 2,81 %. Für die Kursgewinne sorgten positiv aufgenommene Zahlen des Wettbewerbers L’Air Liquide. Aufgrund der feiertagsbedingten Abwesenheit der US-Marktteilnehmer waren die Umsätze gering. Auch von fundamentaler Seite standen keine wichtigen Veröffentlichungen auf dem Programm. Dies wird sich heute mit der ZEW-Umfrage ändern. Wir gehen davon aus, dass der Konjunkturausblick zum vierten Mal in Folge steigt. Dafür sprechen die Konjunkturprogramme und die gestiegenen Einkaufsmanagerindizes in den USA. Auch die Sentix-Umfrage, bei der ebenfalls Finanzanalysten befragt werden, liefert eine positive Indikation. Die Lagekomponente der ZEW-Umfrage wird voraussichtlich ihr sehr niedriges Vormonatsniveau bestätigen. Nicht abreißende Krisenmeldungen aus dem Finanzsektor, der fortgesetzte Einbruch der deutschen Produktion und die fragilen Aktienmärkte machen eine Erholung unwahrscheinlich. Insgesamt liefert die ZEW-Umfrage aber eine positive Indikation für den ifo-Index, wodurch Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte aufkommen können. Vor diesem Hintergrund sind die fundamentalen Bedingungen für den Aktienhandel leicht positiv zu werten.

(Redaktion)


 


 

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