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„Wirtschaftspreis Schule“

Schüler zeigen Unternehmergeist

Zum zehnten Mal wurde am 8. Juli der „Wirtschaftspreis Schule“ von den IHKs Hochrhein Bodensee und Südlicher Oberrhein sowie der Handwerkskammer Freiburg verliehen.

Mit dem Preis werden gelungene Projekte zum Thema „Wirtschaft“ ausgezeichnet, die komplexe Inhalte und wirtschaftliche Zusammenhänge möglichst praxisnah vermitteln. Die Preisverleihung unter der Schirmherrschaft von Schulpräsident Siegfried Specker fand bei der Firma Endress und Hauser in Maulburg statt. Die diesjährigen Preisträgerschulen kommen aus Todtnau und wie im vergangenen Jahr wieder aus Zell im Wiesental und aus Lahr.

Das Thema „Wirtschaft“ nimmt an den Schulen einen immer breiteren Raum ein. Ob Haupt- , Realschule oder Gymnasien, berufliche Schulen und sogar Grundschulen, überall finden sich heute praxisbezogene Lerninhalte zum Thema „Wirtschaft“. An vielen Schulen der Region wird in Projekten und Patenschaften mit Unternehmen den Schülerinnen und Schülern die Wirtschafts- und Arbeitswelt näher gebracht. Nicht selten sind es Schülerfirmen in denen die jungen Menschen wirtschaftliche Zusammenhänge erfahren können und so besser auf den Schritt in die Ausbildung und Arbeitswelt nach ihrem Schulabschluss vorbereitet werden.

In ihren Grußworten zeigten sich Schulpräsident Siegfried Specker und IHK-Hauptgeschäftsführer Claudius Marx dann auch beeindruckt über die Vielzahl der Projekte und Aktionen und sie dankten den beteiligten Schulen für das große Engagement. Marx appellierte an alle Bildungspartner, weiterhin alles daran zu setzen, dass Jugendliche ausbildungs- und berufsfähig werden und damit eine berufliche Perspektive entwickeln können. Aus Sicht der Wirtschaft sei es wichtig, dass die Schule heute die Lebens- und Arbeitswelt stärker in den Fokus nehme, so die einhellige Meinung anlässlich der Preisverleihung.

Die Preisträger:

Erster Preis: Silberbergschule Oberes Wiesental, Todtnau

Der mit 1.500 Euro dotierte erste Preis ging an die Silberbergschule Oberes Wiesental in Todtnau für das Projekt "Schülerfirma Silberglanz – Innenreinigung von Fahrzeugen". Für dieses Projekt haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 a und 8 b eine eigene Geschäftsidee entwickelt, die Schülerfirma gegründet, einen Businessplan erstellt, die Umsetzung geplant und zum Schulfest im November vergangenen Jahres ihren Betrieb eröffnet und ihre Dienstleistung den Festbesuchern angeboten. Mittlerweile ist die Schülerfirma ein fest im Stundenplan verankertes Projekt, das über das gesamte Schuljahr hinweg durchgeführt wird. Die Dienstleistung wird gezielt außerhalb der Schule für Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen der Region angeboten. Dies erfordert natürlich eine große Bereitschaft der Schüler, fördert aber die Entwicklung der Eigeninitiative und Eigenverantwortung, der Realitätsbezug wird vergrößert und die Schülerinnen und Schülern können Kontakte bezüglich der Ausbildung und weiterer Kooperationen mit Unternehmen knüpfen. Beeindruckt hat die Jury vor allem die nahezu eigenständige Führung des Unternehmens mit vier Geschäftsführern sowie Verantwortlichen für die Bereiche Buchhaltung, Einkauf/Lager, Sekretariat, PR, QM und natürlich den Praxis-Teams. Die Besetzung der Stellen erfolgte über ein Bewerbungsverfahren, den Qualifikationen der einzelnen Schüler entsprechend.

Zweiter Preis: Otto-Hahn-Realschule, Lahr

Mit dem zweiten Preis in Höhe von 1.000 Euro wurde das Projekt "LOHRa: „flatsch“ - und dein Mäppchen lebt“ von der Jury ausgezeichnet. Die Schülerfirma LOHRa (Lernende der Otto-Hahn-Realschule arbeiten) entstand 2008 aus einer Arbeitsgemeinschaft. Sie hat den Schreibwarenladen „flatsch“ aufgebaut und betreibt ihn seit April 2009. 10 Schüler aus den Klassen 8-10 verkaufen im Wechsel in jeder großen Pause ihre Waren an die Mitschüler und Lehrer und kümmern sich um den Einkauf, Verkauf, die Buchhaltung, Mitarbeitergewinnung und die Werbung. Die Schülerfirma LOHRa hat sich zu einem festen Bestandteil der Schule entwickelt und ist ein wichtiger Baustein in dem Konzept zur Berufsorientierung und –vorbereitung. Die Schüler lernen selbständig zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und sind mit hohem, auch zeitlichem Engagement bei der Sache.

Dritter Preis: Montfort Realschule Zell i.W.

Mit dem dritten Preis in Höhe von 500 Euro hat die Jury das Projekt „Der MORZ Schuljahresplaner“ ausgezeichnet. Prämiert wurde mit diesem Wettbewerbsbeitrag die Schülerfirma der Montfort-Realschule Zell (MORZ). Die Schüler der Klassenstufe 7 haben einen Termin- und Hausaufgabenplaner 2010/2011 entworfen und vermarktet, der speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler ihrer Schule zugeschnitten ist. Die Schülerfirma wurde mit Unterstützung der Klassenlehrerin selbständig gegründet, die unterschiedlichen Abteilungen eingerichtet und besetzt, um dieses Projekt in allen Phasen ähnlich einem richtigen Unternehmen durchzuführen. Die Verhandlungen mit umliegenden Firmen zwecks Sponsoring wurden ebenso in Eigenregie geführt, wie auch der Kontakt zu einem Partnerverlag hergestellt. Die Montfort-Realschule Zell hat damit bereits zum zweiten Mal erfolgreich an dem Wettbewerb um den „Wirtschaftspreis Schule“ teilgenommen. Im Jahr 2010 wurde bereits eine Schülerfirma mit dem 1. Preis belohnt.

(ihk)


 


 

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