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  • 19.04.2012, 11:41 Uhr
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  • Titisee-Neustadt/Breisgau-Hochschwarzwald
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„Bio“ und laktosefrei

Schwarzwaldmilch blickt auf gutes Geschäftsjahr 2011 zurück

Der stabile Weltmarkt bei Milch und Milchprodukten hat auch im Schwarzwald positiven Niederschlag gefunden. Vor allem in den Segmenten der Bioprodukte und der laktosefreien Milchprodukte sei die Nachfrage stark um mehr als 17 beziehungsweise über 46 Prozent gewachsen.

Die Schwarzwälder Milchbauern in der Genossenschaft „Schwarzwaldmilch“ in Freiburg und Offenburg haben 2011 für ihre Produkte einen ordentlichen Auszahlungspreis erzielt: Im bundesweiten Vergleich lagen die Auszahlungspreise von durchschnittlich 35 Cent/Liter im konventionellen Bereich auf Rang 10 der Molkereien. Im Biosegment erhielten die Produzenten zuletzt 44 Cent/Liter Milch ausgezahlt, für konventionelle Milch gab es 35,7 Cent. Diese Auszahlungspreise seien „voll erwirtschaftet“ und „ordentlich“, so Karl Laible, der Geschäftsführer der „Schwarzwaldmilch“ Gruppe.

Mehr angelieferte Milch bei gleichzeitigem Rückgang der Milchbauern

Die Milchanlieferung bei der „Schwarzwaldmilch“ stieg um 3 Prozent auf 212,8 Millionen Kilogramm. Gleichzeitig sank die Zahl der Milchbauern, die an die Genossenschaft liefern, erneut um 5,1 Prozent auf mittlerweile 1365 Betriebe, rund 10 Prozent davon sind Biobauern, 20 Prozent konventionelle Betriebe, die überwiegende Zahl der Höfe produziert Weidemilch und gentechnikfreie Milch. Der Gesamtumsatz der „Schwarzwaldmilch“ stieg um 21 Millionen Euro (12,2 Prozent) auf rund 193,4 Millionen Euro. Das Unternehmen investierte rund 7,5 Millionen Euro in Sanierungsarbeiten, neue Milchlaster und eine neue Eimeranlage.

Der stabile Weltmarkt bei Milch und Milchprodukten hat auch im Schwarzwald positiven Niederschlag gefunden. Vor allem in den Segmenten der Bioprodukte und der laktosefreien Milchprodukte sei die Nachfrage stark um mehr als 17 beziehungsweise über 46 Prozent gewachsen, betonte Laible bei der Jahresversammlung der Milcherzeuger in Titisee-Neustadt am Dienstag gegenüber den rund 350 stimmberechtigten Teilnehmern: Bundesweit und sogar in manchen europäischen Ländern sei man mit diesen Produktlinien mittlerweile eine stark vertretene Marke. „Wir profitieren vom Trend zu Regionalität und Markenprodukten“, betonte Laible. Der Verbraucher wolle wissen, wo seine Lebensmittel herkommen. Das Unternehmen habe durch die Stärkung seiner Eigenmarken diesen Trend vorweggenommen und die richtigen Schritte unternommen. Die Produktpalette im Bio- und laktosefreien Segment werde weiter ausgebaut.

Für das laufende Geschäftsjahr sieht Laible eine weitere Steigerung bei der Milchanlieferung. „Wir rechnen mit Strafzahlungen“, so Laible. Der europaweite Trend schlage sich auch im Schwarzwald nieder und liege derzeit bei einem Plus von 3,8 Prozent. Die derzeit sinkenden Butterpreise bekomme das Unternehmen indirekt zu spüren, obwohl man keine Butter an den Discount vermarkte, so Laible. Auch im Bereich Milchpulver und Schnittkäse sei der Preis zuletzt gebröckelt. Insgesamt sehe man „Bremsspuren“ am Milchmarkt, die sinkenden Preise seien aber noch immer deutlich besser als im Krisenjahr 2009. Bei den Umsätzen liege man derzeit weiterhin im Plus.

(Ralf Deckert)


 


 

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