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Auftragsflaute

Sechs problematische Ausgaben für Betriebe

Gerade in Krisenzeiten sollten Unternehmer ihre Bücher genau prüfen: Viele Ausgaben können Betriebe kalt erwischen, auch wenn sie eigentlich vorhersehbar sind.

Rückschläge durch Zahlungsausfälle seien in Unternehmen eher die Ausnahme, schreibt handwerk.com. Der Unternehmensberater Peter Gillhaus benennt auf dem Portal Ausgaben, die einen Betrieb in auftragsschwachen Zeiten belasten können:

1. Kredittilgung
Oft fehlen die Rücklagen für die Kredittilgung – besonders bei öffentlichen Darlehen , bei denen eine Tilgungsrate meist halbjährlich anfällt.

Gillhaus: "Besonderer Augenmerk gilt hier Darlehen mit anfänglicher Tilgungsaussetzung, die dann in relativ kurzem Zeitraum mit hohen Tilgungsraten zurückgeführt werden müssen."

2. Steuern
Viele Betriebe werden kalt erwischt von Steuernach- und –vorauszahlungen, sagt Gillhaus: "Wenn man seine seine Steuererklärung erst am letztmöglichen Termin abgibt, können da erhebliche Beträge zusammenkommen."

3. Zeitkonten
Aufgebaute Überstunden müssen bei guter Auslastung in auftragsschwachen Zeiten abgebaut werden.

"Dann müssen Unternehmer Löhne zahlen, während ihnen die Aufträge fehlen", sagt Gillhaus: Ohne rechtzeitig gebildete Rücklagen sei das oft schwer.

4. Lieferantenkredite
Auch bei den Lieferanten schieben manche Betriebe ihre Verbindlichkeiten laut Gillhaus zu lange vor sich her: "Wer das Zahlungsziel immer ausreizt, bekommt bei der nächsten Auftragsflaute Probleme, weil dann die Einnahmen fehlen, um alte Verbindlichkeiten zu bezahlen."

5. Baustellenrisiken
Betriebe gehen für ihre Kunden teilweise erheblich in Vorleistung, wenn sie auf Abschläge und die Abrechnung halbfertiger Leistungen verzichten.

Laut Gillhaus ist das ein Risiko, das man monatlich bewerten sollte: "Wie viel hat der Betrieb schon in den Auftrag gesteckt? Was lässt sich schon abrechnen? Hat der Kunde schon gezahlt? Besteht Handlungsbedarf, weil das Risiko zu groß wird?"

6. Privat-Entnahmen
Liquiditätsengpässe entstünden meist schleichend. Eine der Hauptursachen: Die Privat-Entnahmen sind zu hoch. Ohne Kontrollen und Planung falle das jedoch nicht auf.

Einmal pro Woche Bücher kontrollieren
Der Unternehmensberater rät auf handwerk.com deshalb zu regelmäßigen Liquiditätskontrollen.

Quelle: Handwerk.com

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