Nützliche und interessante Apps
Smartphones werden mit Apps zum Lauftrainer
München. Oft genügt ein kleines Stück Software – die so genannte App – um ein Handy zur mobilen Fahrplanauskunft, zur Taschenlampe oder zum Babyphone zu machen. BITKOM stellt in loser Folge besonders nützliche und interessante Apps vor. Heute: Apps fürs Laufen.

Oft genügt ein kleines Stück Software – die so genannte App – um ein Handy zur mobilen Fahrplanauskunft, zur Taschenlampe oder zum Babyphone zu machen.
Am Sonntag startet in Berlin das größte Lauf-Event des Jahres: der Berlin Marathon. Der BITKOM zeigt, wie Läufer ihr Training mit den richtigen Hilfsmitteln optimieren können. Viele Jogger sind heute mit einer ganzen Batterie von Geräten unterwegs: Hightech-Uhr mit Microcomputer, MP3-Player, GPS-Gerät, Handy. Auf die meisten teuren Geräte und deren Gewicht könnte man verzichten und sich stattdessen mit einem Smartphone und der richtigen App auf den Weg machen. Sie zeigt den Weg, misst Strecke und Geschwindigkeit, analysiert die Laufeinheiten und stellt darüber hinaus einen individuellen Trainingsplan zusammen – das Ganze für wenige Euro.
Die Apps helfen schon bei der Planung des Trainings. Egal ob für Anfänger oder Marathonläufer, das Smartphone erstellt ein individuell angepasstes Trainingsprogramm. Dazu müssen lediglich Körpergröße, Gewicht, Alter und körperliche Fitness eingegeben werden. Manche Apps verlangen einen kurzen Test, um die Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Einige Programme schlagen zudem Jogging-Strecken vor. Das ist besonders in Gegenden nützlich, in denen man sich nicht auskennt, etwa auf Reisen.
Auch bei der Umsetzung des individuellen Trainingsplans unterstützt das Smartphone den Läufer: Apps helfen beispielsweise dabei, die vorgegebene Laufdauer einzuhalten, und können beim Intervalltraining die richtigen Wechsel von Lauf- und Gehphasen ankündigen. Per GPS-Verbindung können sie die aktuelle Geschwindigkeit ermitteln und dafür sorgen, den Jogger auf der richtigen Route zu halten. Diese Informationen können die Apps auch per Lautsprecher ansagen. Manche Apps funktionieren zusammen mit einem speziellen Chip im Laufschuh. So kann das Handy auch ohne GPS über eine Bluetooth-Verbindung Werte wie Kalorienverbrauch, Streckenlänge und Geschwindigkeit des Läufers ermitteln. Für viele Läufer gehört die passende Musik zum Laufen dazu. Sie können das Mobiltelefon als MP3-Player nutzen. Durch einen zusätzlichen Brustgurt lässt sich die Herzfrequenz messen, das ersetzt die Pulsuhr. Zudem ist man im Fall der Fälle während des Laufens erreichbar und kann im Bedarfsfall Hilfe herbeirufen.
Nach dem Lauf lassen sich die Trainingsergebnisse am PC auswerten: Durchschnittsgeschwindigkeit, Kalorienverbrauch oder die per GPS aufgezeichnete Route und deren Höhenprofil können analysiert werden. Zudem können die Resultate über soziale Netzwerke ausgetauscht und mit Freunden und Trainingspartnern verglichen werden.
Bei der Nutzung des Smartphones als Trainer gilt es einige Punkte zu beachten:
- Gerät vor Wasser schützen. Hierfür gibt es passende Hüllen.
- Die Bedienung des Smartphones kann leicht ablenken, die Konzentration auf den korrekten Bewegungsablauf und die Umgebung – besonders den Straßenverkehr – sollte Vorrang haben.
- Das Smartphone sollte am Körper fixiert sein, damit es beim Laufen nicht stört oder verloren geht, dafür gibt es beispielsweise spezielle Armbänder.
Apps sind Programme, die sich Smartphone- oder Tablet-PC-Nutzer aus dem Internet auf ihr Gerät laden können und die sich in der Regel sehr einfach bedienen lassen. Die Bandbreite der angebotenen Anwendungen ist groß: Sie reicht von Office-Apps und Nachrichten über Spiele bis hin zu E-Book-Readern und Navigationslösungen. Nach Berechnungen des BITKOM gibt es derzeit weltweit rund 520.000 verschiedene Apps. Der Markt für mobile Anwendungen erlebt derzeit einen regelrechten Boom: Der Umsatz mit Apps betrug 2010 in Deutschland rund 357 Millionen Euro. Das sind 80 Prozent mehr als noch ein Jahr davor. Die Aussichten für den noch jungen Markt sind dabei sehr gut, denn auch die Anzahl der kompatiblen Geräte wächst: Während 2010 noch 7,4 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft wurden, rechnet der BITKOM für 2011 mit 10,1 Millionen.
(BITKOM e.V.)
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