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Solarförderung

Einstieg in den Abbau der Überförderung

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt den Abbau der offenkundigen Überförderung von Sonnenstrom. "Wenn ein Kind groß ist, muss man es auch irgendwann in die Selbstständigkeit entlassen", so Vorstand Gerd Billen.

Die Einigung von Union und FDP zur Kürzung der Solarförderung sei ein politischer Kompromiss, der noch mehr Spielraum zugelassen hätte. Der vzbv hatte sich für eine Absenkung der Förderung in einer Größenordnung von bis zu 30 Prozent eingesetzt.

Bei aller Freude, dass der Boom der Solarenergie ungebrochen voranschreiten wird: Der vzbv schätzt, dass der zu erwartende Zubau bereits im kommenden Jahr dazu führen wird, dass sich - der Kürzungen zum Trotz - die EEG-Umlage verdoppeln wird. Ein Durchschnittshaushalt, der heute im Jahr rund 80 Euro EEG-Umlage zahlt, wird bereits Anfang nächsten Jahres mindestens 150 Euro bezahlen müssen.

Kritisch bewertet der vzbv die Festlegungen zur Eigenbedarfsvergütung, die zur Folge haben, dass nicht nur Normalverbraucher, sondern insbesondere auch Supermärkte und Besitzer von Gewerbeimmobilien preiswert Solaranlagen errichten und dafür eine sehr hohe Vergütung vereinnahmen werden. Enttäuscht ist der vzbv zudem über die Zeitschiene: So soll die Kürzung der Solarförderung erst zum 1. Juli in Kraft treten, drei Monate später als vorgesehen.

Positiv bewertet der vzbv, dass die Förderungen jeweils zum 1. Januar der Folgejahre in Abhängigkeit zum Zubau erneut auf dem Prüfstand stehen. Billen: "Dies wird zu einer weiteren Absenkung der Förderung führen."

(VZBV)


 


 

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