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Sommerurlaub wird im Fotobuch verewigt

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Schulferien sind nur noch eine vage Erinnerung am Horizont und die meisten Berufstätigen haben ihren Sommerurlaub hinter sich. Die Erinnerungen an Sonne, Strand und Meer müssen uns jetzt durch die kalten Jahreszeiten bringen. Fotos vom Urlaub, die die Erinnerung warmhalten, gibt es sicherlich zur Genüge.

In Zeiten, in denen jedes Handy eine Megapixelkamera besitzt und in denen die Zahl auf den Preisschildern von Speicherkarten immer niedriger, dafür die Zahlen, die die Kapazität beschreiben, immer größer werden, gibt es keinen Grund bei jedem Motiv nicht auch drei, vier, fünf Mal abzudrücken. Nur um sicher zu stellen, dass man wirklich alles vernünftig im Kasten hat. Kann doch sein, dass sich irgendwas davon für ein schickes Fotobuch eignet.

Noch vor einigen Jahren war die Hemmschwelle für Spontanfotos wesentlich höher. Auf einen Kleinbildfilm passten schliesslich maximal etwa 36 Fotos. Dann musste man wechseln und die kleinen Spulen mit lichtsensitivem Band gab es immerhin nicht umsonst. Somit fiel die Wahl der einzelnen Motive deutlich schwerer. Und jedes Mal diese Ungewissheit. Wenn da jetzt doch noch ein besseres Motiv kommt? Hat man es schließlich geschafft die belichteten Filme nach Hause zu bringen, ohne dass bei der Entnahme aus der Kamera Bandsalat entstanden ist, kam auch schon die nächste Hürde. Selbstverständlich war auch die Entwicklung nicht umsonst. Mal eben die Speicherkarte in den PC oder Drucker zu schieben und auf „Drucken“ klicken, war damals noch Zukunftsmusik. Man musste sich schon höchst persönlich zum „Fotoladen“ bequemen und Abzüge bestellen.

Das war aber noch nicht das Ende. Denn nun kam das Warten. Einige Tage später machte man sich dann schließlich, mit dem Abholschein bewaffnet, auf den Weg, um erneut beim Fotofachgeschäft vorzusprechen. Erst jetzt sah man, dass statt der Freundin eigentlich der Daumen das Hauptmotiv darstellte. Außerdem fehlten einige der Bilder gänzlich. Unterbelichtet, überbelichtet, falsche Einstellung, Film gerissen. So lautete oft die Diagnose.

Auch die Erstellung eines Fotobuchs war nicht bloß mit wenigen Klicks getan. „Fotos einfügen“ war damals noch kein Button, sondern eine Tätigkeit, für die man Kleber oder im Ideallfall Fotoecken brauchte. Um Fotos zuzuschneiden reichte es nicht aus, einfach ein Rechteck um die gewünschte Fläche zu ziehen. Da musste noch mit guter Hand-Augen-Koordination die Schere manuell bedient werden. Und wehe man verschnitt sich. Dann wurde man nach dem Mensch Ärger Dich Nicht-Prinzip auf das Anfangsfeld zurückgesetzt, das in diesem Fall hieß : „Abzüge bestellen.“Ja so sah sie aus, die Steinzeit der Fotografie.

(Redaktion)


 


 

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