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Sozialwahl 2011

Die Sozialwahl auf einen Blick

Mit 48 Millionen Wahlberechtigten ist die Sozialwahl – nach Europa- und Bundestagswahl – die drittgrößte Abstimmung in der Bundesrepublik. Hier finden Sie alles Wissenswerte zu diesem Thema.

Was ist die Sozialwahl? 

Alle sechs Jahre entscheiden die Versicherten, wer ihre Interessen in den Selbstverwaltungen der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherungen vertritt. Die Verwaltungsräte und Vertreterversammlungen – die wichtigsten Entscheidungsorgane der Versicherungsträger – werden neu gewählt.

Welche Aufgaben haben die Verwaltungsräte und Vertreterversammlungen?

Die Mitglieder der Verwaltungsräte und Vertreterversammlungen entscheiden darüber, wie die Beiträge der Versicherten für die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherungen ausgegeben werde. Sie bestimmen und kontrollieren die hauptamtlichen Vorstände. Der Verwaltungsrat ist das Parlament einer Ersatzkasse. Der Verwaltungsrat beschließt die Satzung, wählt und kontrolliert den Vorstand und beschließt den Haushalt. Der Verwaltungsrat ist an allen Entscheidungen beteiligt, die für die Krankenkassen grundsätzlich wichtig sind und Versicherte direkt betreffen. Er benennt Experten für die Widerspruchsausschüsse, entwickelt Satzungsleistungen wie z.B. Bonusprogramme oder Wahltarife und verantwortet wichtige Finanzentscheidungen.

Wer darf wählen?

Bei der Sozialwahl dürfen Mitglieder der Ersatzkassen sowie Versicherte und Rentner der „Deutschen Rentenversicherung Bund“ wählen, die am 3. Januar 2011 das 16. Lebensjahr vollendet haben. Die Nationalität spielt keine Rolle.

Wer wird gewählt?

Bei der Sozialwahl werden Organisationen und Interessensgruppen gewählt. Diese stellen in Listen ihre Kandidaten auf. Deshalb ist die Sozialwahl eine sogenannte Listenwahl. Organisationen, die solche Listen für Versicherte aufstellen können, sind Arbeitnehmervereinigungen mit sozial - und berufspolitischen Zielen.
Außerdem können sich auch sogenannte Freie Listen bilden – das sind die Listen von Interessensgruppen von Versicherten, die für besondere Anliegen eintreten. Für die Zulassung neuer Listen zur Wahl ist eine bestimmte Anzahl von Unterstützer-Unterschriften erforderlich ("Quorum").

Eines haben alle Listen gemeinsam: Es kandidieren Versicherte, die selbst von ihren Entscheidungen betroffen sind. Die Kandidaten sind also Experten in eigener Sache. Alle gewählten Vertreter arbeiten ehrenamtlich und sind dem Wohl der Versicherten verpflichtet.

(IG BAU)


 


 

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