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Sparkassen kaufen LBBW-Anteil aus Rheinland-Pfalz

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg kauft den rheinland-pfälzischen Sparkassen deren 4,9-Prozent-Anteil am Stammkapital der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ab. Der Kaufpreis liegt bei 175 Millionen Euro, wie der Verband am Freitag (15. mai 2009) in Stuttgart mitteilte. Die Verbandsversammlung habe dem Ankauf mit einer Mehrheit von 83 Prozent zugestimmt. Der Anteil der baden-württembergischen Sparkassen an der LBBW erhöht sich damit auf 40,5 Prozent.

Mit dieser Entscheidung werde innerhalb der Sparkassen-Gruppe das Problem gelöst, das durch den Verkaufsbeschluss der Kollegen in Rheinland-Pfalz entstanden sei, sagte der baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider. «Wir zeigen damit, dass die Sparkassen-Familie schnell handlungsfähig ist und die Sparkassen in Baden-Württemberg von der Zukunft der LBBW überzeugt sind», fügte er hinzu. Gleichzeitig werde der Kreis der Träger verringert, was in Zukunft Entscheidungen vereinfache.

Der rheinland-pfälzische Sparkassenverband hatte am Donnerstag entschieden, sich von seinem Anteil an der LBBW zu trennen und diesen den baden-württembergischen Sparkassen anzubieten. Er war bei der Übernahme der Landesbank Rheinland-Pfalz durch die LBBW Anfang 2005 Miteigentümer geworden. Mit dem Verkauf vermeiden die rheinland-pfälzischen Sparkassen, sich an der Kapitalerhöhung der LBBW in Gesamthöhe von fünf Milliarden Euro mit rund 250 Millionen Euro beteiligen zu müssen.

Der baden-württembergische Sparkassenverband hob bei seiner Sitzung zugleich wie erwartet seine Vorbehalte gegen die Kapitalerhöhung auf und machte damit den Weg für die Zahlungen frei. Er hatte sich zwar grundsätzlich zu der Kapitalspritze bekannt, diese aber davon abhängig gemacht, dass Risikopapiere der LBBW durch Garantien abgesichert werden. Die Landesregierung hatte in dieser Woche dafür ein Konzept beschlossen, das Garantien bis zu 12,7 Milliarden Euro vorsieht.

Die baden-württembergischen Sparkassen müssen sich nun mit 2,03 Milliarden Euro an der Erhöhung des LBBW-Stammkapitals beteiligen. Das Geld will der Verband am Kapitalmarkt aufnehmen, um das eigene Kapital nicht angreifen zu müssen.

(Redaktion)


 


 

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