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Städtewette

Bis 9. Juni sollen 68.000 Euro Spenden fließen

Drei Viertel fehlen noch zum Ziel: Bis zum 9. Juni will Freiburg bei Karlheinz Böhms „Stadtwette“ 68.000 Euro Spenden für Äthiopien sammeln, doch bisher ist erst etwa ein viertel der summe eingesammelt.

Nun hat der SC Freiburg sich eingeschaltet: Schließlich habe man selbst zwei afrikanische Spieler unter Vertrag, so der Vorsitzende Fritz Keller. Wegen dieser Affinität zum schwarzen Kontinent stiftete der SC-Vorstand nun 3.500 Euro – einen für jedes Vereinsmitglied. Das Geld geht an die Karlheinz-Böhm-Stiftung „Menschen für Menschen“, die in den kommenden vier Jahren damit 46 Schulen in Äthiopien aufbauen will. Böhms Ehefrau Almaz Böhm kam nun eigens nach Freiburg und appellierte an die Solidarität und Spendenbereitschaft der Bevölkerung: „Ein Euro ist für jeden einzelnen nur ein kleiner Beitrag“, aber so könne man viel Hilfe leisten.

Das Geld des SC Freiburg ist ein Anteil an der derzeit laufenden „Stadtwette“ zwischen Oberbürgermeister Dieter Salomon (Die Grünen) und der Stiftung „Menschen für Menschen“. Derzeit steht es nicht gut für Freiburg: Mit ungefähr 17.000 Euro haben sich die Freiburger bisher als eher knauserig blamiert. Salomon hatte zum Wettauftakt das Vierfache an Spendensumme in Aussicht gestellt und gesagt, jeder dritte Freiburger werde bis zum 9. Juni einen Euro, also insgesamt über 68.000 Euro, für Böhms Stiftung und somit für den Bau neuer Bildungseinrichtungen in Äthiopien stiften.

„Wir wollen nicht verlieren“, versprach Salomon daher gestern gegenüber Almaz Böhm, der Ehefrau des Stiftungsgründers, bei deren Besuch im Rathaus von Freiburg. Noch glaubt Salomon, dass die Wette gewonnen werden kann. Die Offenburger machen derzeit vor, wie es funktioniert: Dort fehlen laut Almaz Böhm nur noch ein paar hundert Euro am avisierten Spendenziel von 18.000 Euro. Das spornt nun auch die Freiburger Kulturszene an: „Der Ehrgeiz ist geweckt“, so Theaterintendantin Barbara Mundel, die nun das Theater Freiburg zu weiteren Spendenaktionen animieren will. Auch Institutionen wie die Brauerei Ganter, der ADAC und die Sparkasse sind nun mit im Boot. An Böhms Aktion „Dein Euro für Äthiopien“ nehmen bundesweit 26 Kommunen teil. Ziel ist es, insgesamt rund 2,5 Millionen Euro für mehr Bildung und Gesundheit in Äthiopien zu sammeln.

Die Freiburger können ihre Spenden bei der Sparkasse (Kto. 130 764 85, BLZ 680 501 01) einzahlen.

Sollte die Wette verloren werden, wollen Salomon, Keller, Mundel und der Verleger Christian Hodeige auf dem Freiburger Münstermarkt regionale Produkte zugunsten von „Menschen für Menschen“ verkaufen. Sollte Freiburg gewinnen, wird die Stiftung einen Äthiopien-Kulturabend in der Stadt veranstalten.

„Menschen für Menschen“ hat in den vergangenen 30 Jahren 275 Schulen, 86 Krankenstationen, zehn Polikliniken und drei Krankenhäuser gebaut. Die Stiftung entstand als Folge einer verlorenen Wette bei „Wetten, dass...“

Mehr Informationen zur Stiftung "Menschen für Menschen" und zur Städtewette finden Sie hier.

(Ralf Deckert)


 


 

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