Weitere Artikel
Universität Freiburg

Spitze bei Solardächerprogramm und Abfallwirtschaft

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg strebt auch in ökologischer Hinsicht einen Spitzenplatz an. Und dies mit Erfolg: Sie erreichte 2008 in der Mülltrennung und -vermeidung unter allen Universitäten Baden- Württembergs den ersten Platz.

Sie führt 2009 ein dreijähriges Pilotprojekt zum Energiesparen in größerem Rahmen weiter. Die Universität investiert zudem in CO2-sparende Technik, zum Beispiel durch das Solardächerprogramm oder Recyclingpapier. Universitätsrektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Universitätskanzler Dr. Matthias Schenek, Dr. Jürgen Steck, Leiter der Stabsstelle Umweltschutz und Michael Stumpf, wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Stefan Heyl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biologie I, zogen eine positive Umweltbilanz der Universität. 

Einsparung von Ressourcen

Die Universität Freiburg motivierte in einem dreijährigen Pilotprojekt Angestellte und Studierende des Instituts für Biologie I und des Psychologischen Instituts dazu, Energie einzusparen. Die Nutzerinnen und Nutzer des Labor- und des Bürogebäudes erhielten Schulungen und Tipps zum Energiesparen. Auch technische Verbesserungen wie stromsparende Geräte und Leuchtmittel oder abschaltbare Steckdosenleisten wurden zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis übertraf jegliche Erwartungen: Bereits im zweiten Jahr konnten 15 Prozent Energie eingespart werden – und dadurch etwa 60.000 Euro pro Jahr. Eine
Ausweitung des Projekts auf neun weitere Universitätsgebäude ist bereits beschlossen. Das Institut für Psychologie reinvestiert Teile des gesparten
Geldes, um weiter zum Energiesparen anzuregen: Alle neuen Studierenden bekommen eine Energiesparbox mit Informationsmaterial, einer Energiesparbirne und einem abschaltbaren Zwischenstecker geschenkt. Die Universität wird die Gelder aus dem Konjunkturprogramm des Landes Baden-Württemberg vor allem in die Energie-Optimierung von Gebäuden einsetzen, etwa in Dämmstoffe oder energiesparende Heizungs- und Kühlanlagen.

Seit vielen Jahren senkt die Universität Freiburg ihren Wasserverbrauch. Neue Gebäude erhielten bereits wassersparende Kühlkreisläufe, ältere Häuser wurden technisch nachgerüstet. Ein Kältering, der sich derzeit noch im Bau befindet, wird in den nächsten Jahren fast alle Universitäts-Gebäude zentral kühlen. Die Universität benötigt heute trotz starken Wachstums nur noch etwa ein Drittel des Wasserbedarfs von 1989.

Einsparung von CO2

Das Projekt „SOLAR UNI® Freiburg“ läuft seit 2007, es ist das größte Solardächerprogramm Baden-Württembergs auf öffentlichen Gebäuden und liefert pro Jahr 550 Kilowatt-Peak Strom. Die CO2-Einsparungen betrugen 2008 etwa 280 Tonnen. Die Universität Freiburg spart außerdem CO2 durch die Verwendung von Recyclingpapier, bei dessen Herstellung deutlich weniger Kohlendioxid anfällt als bei Frischfaserpapier. Die CO2- arme Fortbewegung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Studierenden werden von der Universität unterstützt: durch verbilligte Nahverkehr-„Jobtickets“ für Angestellte und „Semestertickets“ für Studierende oder das „Schnupperticket“ für die kalten Wintermonate. Die Universität hat etwa 5.000 Fahrradabstellplätze, von denen etwa zehn Prozent überdacht sind. Sie werden weiter ausgebaut und zum Teil „quer“ finanziert, etwa durch Parkplatzgebühren. Universitäts-Angestellte greifen
bei kürzeren Fahrten häufig auf Dienstfahrräder zurück. Für diese Erfolge zeichnete die Stadt Freiburg die Albert-Ludwigs-Universität bereits drei Mal mit dem Öko-Verkehrssiegel aus.

Recycling und Mehrwegsysteme

Die Universität Freiburg verwendet heute zu 80 Prozent Recyclingpapier. Dadurch und durch die Umstellung auf elektronische Protokolle beträgt der Frischfaserpapierverbrauch der Universität heute nur noch etwa 40 Tonnen pro Jahr – im Gegensatz zu 175 Tonnen 2003. Die Mülltrennung und -vermeidung an der Universität Freiburg funktioniert – auch im Vergleich zu anderen Universitäten Baden- Württembergs – hervorragend. In einem Ranking des Staatlichen
Rechnungsprüfungsamts Tübingen im November 2008 erhielt Freiburg den ersten Platz für seine Abfallwirtschaft. Sonderabfälle und gefährliche Abfälle werden bereits seit 2001 zunehmend in Mehrwegbehältern entsorgt, dadurch wird viel Abfall eingespart. Durch die Mülltrennung mit Altpapier, Bioabfällen und dem Recycling von Wertstoffen reduzierte die Universität in den letzten Jahren trotz steigender Personal- und Studierendenzahlen ihre Restmüllmenge.

Weitere Informationen unter www.nachhaltige.uni-freiburg.de

(Redaktion)


 


 

universität
freiburg
mülltrennung
müllvermeidung
energie
wasser
einsparen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "universität" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: