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Gewerbegebiet Haid-Süd

Stadt Freiburg will das Gewerbegebiet erweitern

Vorgesehen ist die zeitnahe Ansiedlung von Betrieben zur Schaffung von hochwertigen Arbeitsplätzen im Produktionsbereich.

Die Einwohnerzahl Freiburgs wächst voraussichtlich bis mindestens 2015 weiter und damit wächst auch die Nachfrage an Wohn- und Arbeitsplätzen in Freiburg. Entsprechend der Prognosen von Fachleuten hat die Stadt Freiburg im Jahr 2006 im Flächennutzungsplan 2020 (FNP 2020) Flächen für Wohnen und Arbeiten in verschiedenen Entwicklungsstufen ausgewiesen. Für das Gewerbe sind in dem geltenden Flächennutzungsplan insgesamt 630 Hektar dargestellt, davon stehen noch zirka 65 Hektar für die Entwicklung im Innen- und Außenbereich (Flächen innerhalb und außerhalb des Siedlungszusammenhangs) zur Verfügung. Der größte Anteil hiervon betrifft das Güterbahngelände Nord mit zirka 39 Hektar in der Innenentwicklung.

Das zweitgrößte Gebiet bei den Gewerbeflächen ist die südliche Erweiterung des Gewerbegebiets Haid: Diese Fläche ist 15 Hektar groß und liegt im Außenbereich. Mit dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan im letzten Bauausschuss am 16. September und dem Beschluss für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im morgigen Gemeinderat wird die Verwaltung die Erweiterung des Gewerbegebiets im Süden Freiburgs jetzt zügig in Angriff nehmen, kündigte Oberbürgermeister Dieter Salomon heute vor der Presse an: „Die Erweiterung ist dringend notwendig, weil wir die Bedingungen schaffen wollen, auch hochwertige Arbeitsplätze im Produktionsbereich anzubieten. Außerdem ist die Nachfrage von angrenzenden Unternehmen dafür schon vorhanden. Wir wollen mit diesem Filetstück unsere oberzentrale Funktion in der Region weiter stärken, ohne aber unsere Prinzipien einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung zu verlassen.“

Insgesamt sieht der FNP 2020 rund 27 Hektar gewerbliche Fläche im Außenbereich vor. Neben den 15 Hektar für das Gewerbegebiet Haid-Süd als wichtigsten Baustein gibt es nur noch zwei Erweiterungsmöglichkeiten in Zähringen (Längenloh Nord mit 3,6 Hektar und Westlich Gundelfinger Straße mit zirka 2,4 Hektar). Daneben gibt es drei kleinere Erweiterungsflächen in den Ortschaften (Hugstmatt, Opfingen, 4,1 ha; Große Roos, Munzingen, 0,7 ha; Moos, Waltershofen, 2,2 ha). Diese Flächen sind in erster Linie für die Verlagerung von örtlichen Handwerks- und kleinen Produktionsbetrieben vorgesehen, die vom bisherigen Standort hierher verlagert werden müssen.

Norbert Schröder-Klings, Leiter des Referats für Stadtentwicklung und Bauen, stellte in Aussicht, dass die südliche Erweiterung des Gewerbegebiets Haid mit einer Nettobaufläche von zirka 11,5 Hektar bis zum Jahresende 2011 mit der Bauleitplanung und Erschließung so weit entwickelt wird, dass im nördlichen Bereich die ersten Ansiedlungen bzw. Erweiterungen erfolgen können: „Da hier ein attraktives modernes Gewerbegebiet mit hochwertiger Architektur und einem innovativen Energiekonzept entstehen soll, ist nicht die möglichst schnelle Veräußerung der Grundstücke das Ziel, sondern die Ansiedlung von attraktiven Unternehmen.“ Dafür werde, so Schröder-Klings weiter, das Gewerbegebiet im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme entwickelt – mit demselben erfolgreichen Instrument also wie beim Stadtteil Vauban. Dabei ist die Stadt verpflichtet, die gesamte Fläche mit 30 Grundstücken von den privaten Eigentümern zu erwerben. Hier ist bei den Verhandlungen im Vorfeld bereits eine weitgehende Einigung mit den meisten Eigentümern - auch über den Grundstückspreis - getroffen worden. Der Grunderwerb soll über einen von der Stadt für die Durchführung der Entwicklungsmaßnahme bestellten Entwicklungsträger Ende 2009/Anfang 2010 durchgeführt werden.

(Stadt Freiburg)


 


 

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