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Statistik Baden-Württemberg

Stromverbrauch stieg im ersten Quartal 2009 an

Nach vorläufigen Ergebnissen wurden in Baden-Württemberg im 1. Quartal 2009 rund 16 764 Millionen Kilowattstunden (Mill. kWh) Strom verbraucht (einschließlich Übertragungsverluste). Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg der Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz gegenüber dem Vorjahresquartal damit um knapp 2 Prozent. Der Stromverbrauch unterliegt sowohl witterungs- als auch konjunkturbedingten Schwankungen.

Für das 1. Quartal 2009 kann das Statistische Landesamt die Angaben zur Stromerzeugung in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung in Baden-Württemberg aktuell vorlegen. Danach ging die Stromerzeugung gegenüber dem 1. Quartal 2008 mit 1 Prozent leicht zurück. Die Stromerzeugung aus Steinkohle stieg im 1. Quartal 2009 um 11 Prozent, während die Kernenergie auf dem Vorjahresniveau blieb. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hingegen sank in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung um 13 Prozent. Aus dem Ausland und aus anderen Bundesländern wurde per saldo 7 Prozent mehr Elektrizität bezogen als im ersten Quartal 2008.

Bitte beachten: Nicht enthalten sind hier die Stromerzeugung des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes sowie die ins öffentliche Netz – zum Beispiel von Privathaushalten – eingespeisten Strommengen. Gesamtangaben zum Stromix für das Jahr 2008 liegen voraussichtlich im Herbst 2009 vor.

Die Lauf- und Speicherwasserkraftwerke der allgemeinen Versorgung erzeugten im 1. Quartal 2009 rund 873 Mill. kWh, dies waren 13 Prozent weniger als im 1. Quartal 2008 und entsprach einem Anteil von 5 Prozent an der Stromerzeugung. Witterungsbedingt leistete neben der Wasserkraft auch die Windkraft einen deutlich geringeren Beitrag als im Vorjahr. So wurde von Januar bis März 2009 mit 0,3 Mill. kWh rund 97 Prozent weniger Strom aus Windkraft erzeugt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ein Plus von 18 Prozent war hingegen bei der Stromerzeugung aus Photovoltaik zu verzeichnen. Allerdings nimmt die Sonnenenergie – wie auch die Windenergie – im Bereich der allgemeinen Versorgung nur ein marginales Gewicht ein. So waren es im Jahr 2008 zusammen nur ca. 0,04 Prozent an der Gesamterzeugung.

Zu den Anteilen der Energieträger: 56 Prozent des Stroms, der in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung von Januar bis März 2009 erzeugt wurde, stammte aus der Kernenergie, 32 Prozent aus Steinkohle, 6 Prozent aus erneuerbaren Energien und die restlichen 6 Prozent aus sonstigen Energieträgern (zum Beispiel Erdgas, Heizöl). Die allgemeine Versorgung ist zwar die wichtigste Erzeugergruppe, deckt mit 91 Prozent aber nur einen Teil der Gesamtstromerzeugung in Baden-Württemberg ab. 

Es fehlen folglich die übrigen 9 Prozent. Dies sind die Stromerzeugung des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes sowie die von anderen Marktteilnehmern ins öffentliche Netz eingespeisten Strommengen (vgl. Hinweis). Infolgedessen liegen die Anteile von Kernenergie und Steinkohle an der Gesamtstromerzeugung im Land niedriger, die der erneuerbaren Energien höher. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 erfolgte die Gesamtstromerzeugung zu 49 Prozent aus der Kernenergie und zu 28 Prozent aus Steinkohle. Die erneuerbaren Energien kamen auf 13 Prozent. Für das Jahr 2008 werden die Daten derzeit erhoben und voraussichtlich im Herbst 2009 veröffentlicht.

(Redaktion)


 


 

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