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Skibrillen im Test

Die Uvex ist am besten

Endlich gibt es eine Skibrille, bei der der Wechsel von Schlechtwetter- zu Schönwetterscheibe genial einfach ist. Sie überzeugt im Test rundum. Bei Skibrillen für Brillenträger ist die Sache weniger klar. Die meisten sind nicht empfehlenswert: Die optische Brille läuft an, wenn der Skifahrer steht. Aber auch für Brillenträger gibts eine Lösung.

Blitzschneller Scheibenwechsel

Plötzlich bricht die Sonne durch und taucht die Skipiste in gleißendes Licht. Für Skifahrer mit der Uvex Take Off kein Problem: Sie bringen auf die orangefarbene Grundscheibe für Schlechtwetter blitzschnell eine dunkle Vorsatzscheibe auf, die von Minimagneten sicher gehalten wird. Nicht ganz so einfach wie bei der Uvex ist der Wechsel bei den fast baugleichen Modelle Marker Kamaleon und TecnoPro Chamäleon (eine Intersport-Eigenmarke). Aber auch ihr neuartiger Klappmechanismus funktioniert deutlich besser als die Fummelei beim Scheibentausch bei herkömmlichen Brillen. Die Marker Kamaleon zeigte jedoch ein paar Schwachstellen. So bot die helle Scheibe keinen hundertprozentigen UV-Schutz bis 400 Nanometer. Und der Schaumstoff enthält Phenol, weshalb sie im Prüfpunkt Schadstoffe nur ausreichend abschneidet.

Elf Modelle für Brillenträger

Die Uvex Take Off konnte überzeugte dagegen rundum im Test des österreichische Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und der Stiftung Warentest. Die Tester untersuchten neben den drei Skibrillen mit neuem Wechselscheibensystem auch elf Modelle für Brillenträger.

Die optische Brille läuft an

Brillenträger tragen auf der Piste entweder Kontaktlinsen oder ihre optische Brille unter der Skibrille. Diese muss dafür groß genug sein und seitlich im Schaumstoff Aussparungen aufweisen, um den Bügeln der Brille Platz zu bieten. Fast alle Skibrillenhersteller haben solche Modelle im Programm. Empfehlenswert sind sie aber kaum. Denn bei allen wird der Skispaß buchstäblich getrübt: Die optische Brille läuft immer dann an, wenn der Skifahrer eine Zeit lang steht oder im Lift sitzt. Erst nach ein paar Metern Fahrt sorgt der Fahrtwind wieder für Durchblick.

Einsätze für optische Gläser

Skifahrer und Snowboarder könnten die Skibrille dann immer kurz abnehmen. Doch das ist nicht der Sinn der Sache. Antibeschlagmittel sind auch keine Lösung, da sie nur auf unbeschichteten Brillengläsern halten. Heute sind jedoch fast alle Brillengläser zur Härtung und Entspiegelung oberflächenbehandelt. Folge: Die Tester können die Skibrillen für Brillenträger trotz guter Seh- und Trageeigenschaften und auch sonst meist positiver Beurteilungen nicht empfehlen. Zwei Ausnahmen gibt es. Für Adidas a162 und Smith Phenom Turbo bieten die Hersteller Einsätze für optische Gläser an. Wer auf die unbehandelten Scheiben dieser Clips ein Antibeschlagmittel aufträgt, kann ungetrübt Skifahren. Die Smith Phenom Turbo ist noch mit einem Miniventilator ausgestattet, der das Anlaufen auch bei stärkerem Schwitzen verhindert. Den muss der Träger der Brille aber immer wieder einschalten. Außerdem verursacht der Ventilator ein unangenehmes Geräusch.

Preiswerte Alternative: Universalclip

Eine in vielen Fällen preiswertere Alternative: Beim Optiker gibt es Universalclips für optische Brillen, zum Beispiel von Alpina, die in viele Skibrillen passen. Mit optischen Einstärkengläsern sind sie ab 30 Euro erhältlich. Damit die Gläser nicht anlaufen, muss der Brillenträger sie mit einem Antibeschlagmittel behandeln. Diese Prozedur muss er öfter wiederholen, da die Wirkung nach einiger Zeit nachlässt.

(test.de)


 


 

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