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Trotz Krise

Deutsche Elektroindustrie startet 2013 mit Exportplus

Die deutsche Elektroindustrie verbucht zum Beginn des Jahres 2013 eine Steigerung der Exporte. „Mit 12,7 Mrd. Euro haben die Ausfuhren im Januar 2013 ihren Vorjahreswert um drei Prozent übertroffen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Im vierten Quartal 2012 lagen die deutschen Elektroexporte mit 40,3 Milliarden Euro noch zwei Prozent unter Vorjahr. Im gesamten vergangenen Jahr wurde aber mit plus zwei Prozent ein neues Allzeithoch von 160,1 Milliarden Euro erzielt. Dies war bereits der dritte Jahresrekord in Folge.

Die Elektroimporte nach Deutschland waren im Januar 2013 11,5 Milliarden Euro hoch. Sie stiegen um fünf Prozent gegenüber Vorjahr und somit stärker als die Exporte. 2012 hatten sie stabile 138,6 Milliarden Euro betragen.

„Starke Impulse kamen im Januar dieses Jahres wiederum aus den USA und Japan“, so Dr. Gontermann. Erstere nahmen mit 1,1 Milliarden Euro elf Prozent mehr deutsche Elektroausfuhren ab als vor einem Jahr, letztere mit 277 Millionen Euro sogar 18 Prozent mehr.

Exporte nach China zogen deutlich an

Die Exporte nach China, die 2012 vor allem im ersten Halbjahr geschwächelt hatten, zogen im Januar mit einem Plus von 25 Prozent gegenüber Vorjahr auf 934 Millionen Euro überaus deutlich an. In den gesamten südostasiatischen Raum wurden im Januar Elektroprodukte im Wert von 2,1 Milliarden Euro ausgeführt – ein Zuwachs von 17 Prozent. Die Elektroexporte nach Lateinamerika waren im Januar 2013 hingegen rückläufig. Insgesamt nahmen sie um sechs Prozent gegenüber Vorjahr auf 346 Millionen ab. Hier hat vor allem ein Rückgang der Ausfuhren nach Brasilien um 17 Prozent auf 129 Millionen Euro zu Buche geschlagen.

Innerhalb Europas leicht rückläufig

Die Elektroexporte nach Europa waren im Januar 2013 weiter leicht rückläufig. Insgesamt gaben sie um knapp ein Prozent gegenüber Vorjahr auf 7,9 Milliarden Euro nach. „Die Ausfuhren in die Eurozone gingen dabei um drei Prozent auf 4,0 Milliarden Euro zurück“, sagte Dr. Gontermann. „In Frankreich wurden mit 917 Millionen Euro sechs Prozent weniger Exporte abgesetzt, in Italien mit 623 Millionen Euro sogar 15 Prozent weniger.“ Immerhin legten die Ausfuhren nach Spanien leicht um ein Prozent auf 384 Millionen Euro zu. Die Elektroexporte in die Niederlande und Österreich stiegen um vier beziehungsweise sechs Prozent auf 614 und 563 Millionen Euro.

Außerhalb des Euroraums liefen die Ausfuhren im Januar besser. Die Exporte nach Osteuropa übertrafen ihren Vorjahresstand um drei Prozent und kamen damit auf 2,0 Milliarden Euro. Nach Großbritannien wurden mit 640 Millionen Euro sechs Prozent mehr ausgeführt als vor einem Jahr.

Quelle: ZVEI

(Redaktion)


 


 

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