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TÜV SÜD-Tipps

Die Last mit dem Schnee

Was Wintersportler freut, erfüllt Hausbesitzer mit Sorge. Keine Panik, so der Rat von TÜV SÜD angesichts des starken Schneefalls in Deutschland. Die Bautechnik-Experten erklären, wo Gefahren für Dächer und Gebäude lauern können und wie Abhilfe zu schaffen ist.

Grundlagen klären

Mit wie viel Schnee kommt ein Dach zurecht? Bei vielen alten Gebäuden liegen keine statischen Berechnungen mehr für die Beantwortung dieser Frage vor. Dann sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen, so der Tipp von TÜV SÜD. Auf wie viel Schneelast die Dächer in einer bestimmten Region grundsätzlich ausgelegt sind, weiß die Fachabteilung im Rathaus. Auch Architekten, Planer und Ingenieure aus der Region sind wichtige Ansprechpartner bei dieser Frage.

Dachtypengerecht vorgehen

Bei Dachstühlen, die klassisch zimmermannsmäßig erstellt wurden (mit Sparren, Pfeilern und Stützen), gilt folgende Faustformel: Eine Last, die der Dachstuhl bisher getragen hat, wird er auch weiterhin tragen. Bei einem Dachstuhl mit weitgespannter Konstruktion sollte ein Fachmann klären, wie hoch die Schneelast werden darf. Es geht um ein Flachdach aus Stahlbeton? Grundsätzlich eher unkritisch - aber zu beurteilen ist immer der Einzelfall. Besondere Vorsicht ist bei Wellblechdächern - zum Beispiel von Garagen oder Schuppen - geboten. Hier auf jeden Fall den Experten fragen, ob das Dach begehbar ist - und gegebenenfalls mit Last verteilenden Platten arbeiten.

Regelmäßig kontrollieren

Für größere Schäden an Dächern sind nicht allein die Schneemassen verantwortlich. Es kommt auch auf den gesamten baulichen Zustand an. Bei einem zimmermannsmäßig erstellten Dachstuhl sollten folgende Indizien zu einem Anruf bei einer Fachfirma führen: Risse im Holz; Löcher oder Rost an Nagel- oder Schraubverbindungen sowie durch Nässe vermodertes Holz. Auch eine durchgebogene Mansardenwand weist auf Schäden im Dach hin. Bungalowbesitzer sollten im Winter regelmäßig kontrollieren, ob das Wasser vom Flachdach sicher abläuft. Sind die Abläufe über längere Zeit zugefroren, kann es im Dachbereich zu Wasserschäden kommen. Dächer, die nicht von innen zugänglich sind, sollten im Abstand von sechs oder sieben Jahren geöffnet und besichtigt werden. Wenn es im Holz aufgrund von Schwitzwasser oder eingedrungenem Regen vermoderte Stellen gibt, sollte man nach Aussage von TÜV SÜD unbedingt einen Fachmann kontaktieren.

Vorsichtig räumen

Bevor ein Dach bei starkem Schneefall freigeschaufelt wird, muss unbedingt die Frage der Begehbarkeit geklärt werden. Dann steht die Eigensicherung der Schneeräumer an erster Stelle, mahnen die Bautechnik-Experten von TÜV SÜD. Sonst wird der Einsatz auf dem Dach möglicherweise zu einem lebensgefährlichen Wagnis. Natürlich ist auch darauf zu achten, dass Passanten durch die Räumarbeiten nicht gefährdet werden. Außerdem: Nicht versehentlich mit der Schneeschaufel die Abdichtung des Dachs beschädigen. Diese Gefahr besteht vor allem bei dünnen Wellblechdächern.

(life-pr / Redaktion)


 


 

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