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Progress-Werk Oberkirch

Umsatz sinkt im ersten Quartal 2009 stark - aber neue Großaufträge

Die internationale Automobilindustrie hatte zu Beginn 2009 weltweit weitere dramatische Einbrüche. Dabei hat sich der im vierten Quartal 2008 eingetretene Rückgang zu Jahresbeginn 2009 sogar verstärkt. Im Vergleich zum 1. Quartal 2008, dem bisher stärksten in der Unternehmensgeschichte, musste der PWO-Konzern in den ersten drei Monaten 2009 einen Einbruch der Umsätze um 38 Prozent auf 41 Mio. EUR (im Vorjahr 67) hinnehmen. Der Serienumsatz ging dabei noch stärker zurück, da die Werkzeugumsätze auf 5 Mio. EUR (i.V. 2,7) stiegen. Auch die Bestandsveränderungen waren deutlich niedriger als im Vorjahr, so dass die Gesamtleistung stärker als der Umsatz um 41 Prozent auf 43 Mio. EUR fiel (i.V. 73).

Nach dem heftigen Einbruch zum Jahresauftakt 2009 erzielte bei Progress-Werk Oberkirch  das Seriengeschäft im März einen Umsatzanstieg gegenüber dem Durchschnitt der ersten beiden Monate um gut 20 Prozent. Dies bedeutete zwar eine leichte Entspannung, jedoch noch nicht wieder die Rückkehr auf ein kostendeckendes Auslastungsniveau.  Das Ergebnis je Aktie des ersten Quartals 2009 lag damit bei -1,82 EUR (i.V. 0,79).

Am deutschen Standort Oberkirch, waren Umsatz und Gesamtleistung überdurchschnittlich rückläufig und brachen um 40,5 Prozent auf 32,7 Mio. EUR (i.V. 55,0) bzw. um 43,0 Prozent auf 34,1 Mio. EUR (i.V. 59,8) ein. Der tschechische Standort konnte hingegen wie angekündigt weiter wachsen und steigerte den Umsatz auf 3,9 Mio. EUR (i.V. 2,3) bzw. die Gesamtleistung auf 4,6 Mio. EUR (i.V. 3,4). Dort ist eine zweite Großpresse zu Beginn dieses Jahres planmäßig angelaufen. Der Standort in Kitchener, Kanada verzeichnete entsprechend des Einbruchs des nordamerikanischen Marktes eine gegenüber dem Konzerndurchschnitt sehr schwache Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung, am Standort Puebla, Mexiko war ein etwas weniger starker Einbruch zu verzeichnen. In Asien erzielte PWO Quartal 2009 keine Umsätze, da sich der Konzern, wie im Geschäftsbericht 2008 bereits dargelegt, vom Joint-Venture trennte und die eigeneTochtergesellschaft erst nach diesem Quartalsende die Produktion aufnahm.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im ersten Quartal 2009 bei -8,2 Mio. EUR (i.V. 3,6). Ohne die Rückführung kurzfristiger Schulden um 7,9 Mio. EUR wäre er annähernd ausgeglichen gewesen. Auch in konjunkturell schwierigen Zeiten werden in der Automobilindustrie die

Planungen für die zukünftigen Modelle vorangetrieben. Dies bedeutet für PWO neue Chancen. So konnte im Berichtsquartal mit hoher technischer Kompetenz und global wettbewerbsfähigen
Kostenstrukturen weitere Erfolge erzielt werden. Nachdem 2007 ein führender
internationaler Automobilkonzern PWO mit der Entwicklung und Fertigung des
europäischen Volumens der Modulträger für eine neue globale Fahrzeugplattform
nominiert hatte, erhielt die Firma nun zusätzlich auch das Volumen für Nordamerika. Darüber hinaus beauftragte ein deutscher Premium-Hersteller PWO mit der Entwicklung und Fertigung der Modulträger für seine V-lumenplattform. Beide Großaufträge bringen insgesamt rund 180 Mio. EUR in die Kasse und sorgen in Zukunft wieder für eine hohe Auslastung sowohl der europäischen wie auch nordamerikanischen PWO-Standorte. Die Serienanläufe sind für 2010/11 geplant.

Da PWO von den Kunden im Augenblick selbst keine verlässlichen Prognosen für das Geschäftsjahr 2009 bekommen, lässt die anhaltende Unsicherheit über die künftige Entwicklung derzeit keine fundierte Prognose über den weiteren Geschäftsverlauf zu. Der Konzern meldet: "Angesichts der bisherigen Rückgänge der Abrufe unserer Kunden können wir nicht ausschließen, dass wir auch
für das gesamte Geschäftsjahr 2009 einen Verlust ausweisen werden. Aufgrund des hohen Neuauftragsvolumens können wir jedoch mit Zuversicht auf die kommenden Jahre blicken."

(Redaktion)


 


 

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