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Rezessions-Gefahr

„Jetzt benötigen Unternehmen valide Kennzahlen und einen klaren Kurs“

Der ifo-Geschäftsklima-Index sinkt im August das zweite Mal in Folge und die Börsen fahren Achterbahn. Die politischen Vorschläge und Reaktionen geben nur wenig Anlass zur Hoffnung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Unsicherheit auch in den kleinen und mittleren Betrieben bemerkbar machen wird.

Jetzt gilt es für Unternehmer, die richtigen Entscheidungen zu treffen und strategisch zu handeln. Mittelstandsnahes Controlling und regelmäßige Reportings sind dafür eine unabdingbare Grundlage.

Die nächste Rezession kommt bestimmt

“Die nächste Rezession kommt bestimmt”, sagt der Diplom-Betriebswirt und Controlling-Experte Steffen Geßner aus Bruchsal. Auch wenn die Auftragsbücher noch gut gefüllt seien und die Stimmung in der Wirtschaft noch immer grundsätzlich positiv sei, müsse sich doch jeder Betrieb auf den nächsten konjunkturellen Abschwung vorbereiten. Die Frage sei nicht ob er komme, sondern wann. Jetzt gelte es, vorausschauend zu planen, die Eigenkapitalquote zu stärken und Ausgaben kritisch zu prüfen.

Für Geßner ist klar: “Die kleinen und mittleren Unternehmen haben die aktuelle Krise weder verschuldet noch beschleunigt.” Aber sie könnten schnell die Leidtragenden werden. Während große Konzerne, Spekulanten und Banken Milliarden an der Börse verzockten und die Politik mit ihren Pseudorettungen und Inflationsbeschlüssen die Krise eher verschärften, müssten die Unternehmen der sogenannten Realwirtschaft nun solide Vorkehrungen treffen. Deren Spielräume seien leider oft sehr eng. Und denen helfe nachher keiner – weder mit Rettungsfonds noch mit Subventionen. “Die müssen sich selbst helfen und die eigenen knappen Ressourcen effektiv bündeln und einsetzen”, so der Controller.

Betriebswirtschaftliche Analysen sind bei vielen Unternehmern eher unbeliebt aber notwendig

Um die richtigen Weichen zu stellen gelte es, zunächst eine klare Analyse zu erstellen, die Ist- und Soll-Werte zu vergleichen, die Unternehmensziele und Prognosen kritisch zu prüfen und Ausgaben und etwaige Investitionen zu hinterfragen. Das sei die Basis für effizientes Controlling und daraus resultierenden unternehmerischen Entscheidungen, erklärt Geßner, dessen Unternehmen, die ekonomo GmbH, vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Erstellung, Analyse und Bewertung ihrer Zahlen begleitet.

Controlling und betriebswirtschaftliche Analysen seien bei vielen Unternehmern eher unbeliebt. “Die glauben, die machen das für die Bank oder das Finanzamt”, sagt er. Aber in Wahrheit sei es das Handwerkszeug des Geschäftsführers. Nur wer wisse, wo er stehe und wo er hinwolle, könne auch sein unternehmerisches Geschick selbst in die Hand nehmen. Das drücke sich nun mal in Zahlen aus. Alles andere sei Kaffeesatzleserei – mögliche Zukunftschancen könnten verspielt werden. Denn schließlich bringe jede Krise auch neue Gewinner hervor. Krise, verdeutlicht Geßner, bedeutet dem Wort nach “Punkt der Entscheidung”. Diesen Punkt gelte es nachhaltig zu nutzen.

Mehr Informationen über Sinn und Nutzen von Controlling im Mittelstand und die Angebote der ekonomo GmbH sowie ergänzende Informationen zu Vortragsterminen und -inhalten gibt es unter www.ekonomo.de.

Steffen Geßner ist Diplom-Betriebswirt und seit mehr als zehn Jahren Experte in den Gebieten Controlling, Kostenrechnung und Kalkulation. Seit 2004 ist er Inhaber des Unternehmens ekonomo mit Sitz in Bruchsal, das seit 2009 als GmbH geführt wird.

(Redaktion)


 


 

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