Sie sind hier: Startseite Südbaden Bizz Tipps
Weitere Artikel
Unternehmensnachfolge

Die Notfallvorsorge oder: wie schütze ich mein Unternehmen?

Eines Tages klingelt das Telefon: Der Chef ist verunglückt! Es ist Alltag – der Betrieb läuft. Wie immer. Bis zu diesem Anruf. Jetzt plötzlich ist alles anders. Sofort stellt sich die Ehefrau die Frage: wie geht es jetzt weiter, an wen wende ich mich, was ist zu tun? Und auch im Betrieb ist man ratlos: wie steht es um den Betrieb denn nun genau?

Auch das Ungewöhnliche  ist normal. Ja es passiert jeden Tag und überall, dass Menschen plötzlich verunglücken. Doch dieses Thema wird oft und gerne verdrängt, mithin tabuisiert. Dabei müsste der Ausfall eines Unternehmensleiters ein ganz selbstverständlicher Teil einer ganzheitlichen Unternehmensanalyse sein – genannt Risikomanagement.  Ist der Unternehmer auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet? Durch welche Maßnahmen kann er sich schützen? Ist er sich der Risiken überhaupt bewusst und was kann ich als Ehefrau, Unternehmenspartner oder Erbe tun?

Es geht um die Notfallvorsorge 

Notfallvorsorge ist ein umfassender Begriff, der sich aus zwei Begriffen zusammensetzt: NOTFALL und VORSORGE. Jemand ist oder kommt in Not bzw. in einen Notfall, meist unvorhergesehen. Wie gesagt: das passiert. Jeden Tag. Überall. Nach dem häufig zitierten Gesetz von Murphy „tritt alles ein, was möglich ist und dies zu einem immer äußerst ungünstigen Zeitpunkt!“ Der Mensch neigt verständlicherweise dazu, Unangenehmes zu verdrängen. Es ist jedoch grob fahrlässig, sich mit diesem Thema nicht zu beschäftigen. Als Notfallvorsorge wird in der Regel verstanden, „alle notwendigen und sinnvollen Maßnahmen zu treffen, um sich selbst, die Familienangehörigen, sein Vermögen, das Unternehmen samt Beschäftigten, Inventar, Auftragsbestand, Kunden-und Lieferantenbeziehungen vor unvorhersehbaren – aber möglichen – Ereignissen in geeigneter Weise zu schützen“.

Vorsorgemaßnahmen: Was sind VORSORGEMASSNAHMEN? Dazu gehören beispielsweise Brandschutzkonzepte, Sicherheitskonzepte für IT-Anlagen, 

Unternernehmens- und Unternehmerversicherungen aller Art (Feuer-, Rechtschutz-, Lebens- und Betriebsunterbrechungsversicherungen etc.), betriebliche und persönliche Altersversorgungen, Testamente, Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, Unterschriftsvollmachten, Stellvertretungsregelungen, usw. usw. Im Rahmen des Basel II-Abkommens („Akkord“)  interessieren sich zunehmend aber auch Banken für Vorsorgemaßnahmen – bis hin zur Regelung der Nachfolge. Das hängt mit der Neufassung des „Basler Akkords“ (Basel II) zusammen, weil hierbei die Banken stärker in die Verantwortung genommen werden. Wesentliches Ziel von „Basel II“ ist es, die Eigenkapitalanforderungen der Banken risikogerechter als zuvor zu gestalten, besser differenzierte Berechnungen der Eigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken einzuführen, Grundprinzipien für eine qualitative Bankenaufsicht zu schaffen sowie die Marktdisziplin der Banken zu stärken. Wie gesagt: Die Umsetzung dieser Ziele durch die Banken wirkt sich mittelbar auch auf das Verhältnis der Banken und ihren Kunden aus. 

Der Todesfall  - er gehört zum Leben

Ein wichtiger Bereich der Notfallvorsorge betrifft den Todesfall und das Erbrecht für Unternehmer. Die Gesetzeslage wird hinreichend bestimmt durch die entsprechenden Paragrafen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Zentrale Bedeutung hat dabei die Sicherung des Willens des Erblassers, die wirtschaftliche Absicherung der Nächsten, die Klarheit der Verfügung (um einen Erbenstreit zu vermeiden) und die Sicherung des Vermögens bzw. die Sicherung des Unternehmens. Aber auch steuerliche Aspekte können eine Rolle spielen. 

In jedem Fall ist es sinnvoll, ein Gesamtkonzept zur Abstimmung der Regelungen in allen Rechtsbereichen zu ermöglichen. 

Ausweg: Der unternehmerische „Notfallkoffer“. Der „Notfallkoffer“ ist ein ganzheitliches System, gleichermaßen entwickelt aus theoretischem Wissen und umfassender Praxiserfahrung.  Er verfolgt vor allem die Ziele, den Unternehmensbestand zu sichern, eine Liquiditätsvorsorge (Pflichtteile, Erbschaftssteuer) zu ermöglichen, dem Willen des Erblasserwillens Genüge zu tun (Testament), eine strategische Nachfolgeplanung umzusetzen (Gesellschaftsvertrag), die unternehmerischen Funktionen zu sichern (Vollmachten) und eine Betriebsunterbrechung zu vermeiden (Vollmachten).

Wenn man das Unternehmen selbst nicht weiter betreiben möchte, ist die Suche eines geeigneten Nachfolgers ein wichtiger Punkt. Hier sind ein Suchprofil, der Suchweg, das Auswahlverfahren und ggf. auch die Vorgehensweise für den kurzfristigen Einsatz eines Interim-Managers  zu beschreiben (Interimsagentur).

Wichtig ist dabei die Bewertung des Unternehmens. Wo und in welchen Bereichen liegen die entscheidenden Wertschöpfungsquellen? Was sind die wirklich wesentlichen Faktoren? Und nicht zu vergessen: Nach welcher Bewertungsmethode soll vorgegangen werden?

In jedem Unternehmen hat sich ganz spezielles Know-How angesammelt. Dieses Wissen ist auf seine Art einmalig und wertvoll, muss aber nach dem Ausfall des Betriebsinhabers auch geschützt und vor allem angewandt werden können. Dazu sollte dieses unternehmensspezifische Wissen auch tatsächlich verfügbar sein - und das ist heutzutage in vielen Firmen immer noch ein Problem:

-Welche Entscheidungen fällte der Unternehmer alleine?

-Welche finanziellen Verpflichtungen sind wann und wie zu bedienen?

-Welche Kundenstrukturen und Konditionen gibt es?

-Welche Vereinbarungen gibt es auf Lieferantenseite?

-Wo sind die Produktionsverfahren abgespeichert?

-Wie lauten die Unternehmensstrategie und der Geschäftsplan?

-Gibt es ein „geistiges“ Vermächtnis?

Der Nutzen der Notfallvorsorge liegt auf der Hand: Das Ausfallrisiko im Ernstfall wird stark verringert, die Handlungsfähigkeit ist gesichert, das Kreditrating ist ebenfalls gesichert oder verbessert sich sogar und durch den zwangsläufig „anderen Blick“ werden sogar überflüssige Abhängigkeiten und organisatorische Schwachstellen entdeckt und beseitigt.

Die Grundsätze einer umfassenden Notfallvorsorge lassen sich wie folgt beschreiben:

- Klarheit und Eindeutigkeit;

- Offenheit gegenüber allen Beteiligten;

- Vollmachten für Geschäfts-/Ehepartner und Mitarbeiter (ggf. auch eine Notfallprokura, gesellschaftsrechtliche Notfallklauseln oder Bankvollmachten);

- Aktualität (sofern eine laufende Aktualisierung vorgenommen wurde);

- Einsatz des „Erste-Hilfe-Koffers“, in dem alle relevanten Dokumente, wie Verträge, Vereinbarungen, Grundbuchauszüge enthalten sind bzw. Hinweise auf deren Verwahrung enthalten sind.

Wie erlangt man nun solch einen „unternehmerischen Notfallkoffer“? 

Eine Notfallvorsorge an sich bedarf nicht wirklich eines beschriebenen Notfallkoffers. Andererseits aber garantiert ein solcher „Koffer“, dass wirklich alle Belange und Bereiche berücksichtigt werden und es im Notfall nicht zu bösen Überraschungen kommt, die sehr teuer werden können. Die Berater des ABOS-CONWORKS Unternehmerverbundes sind in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten, verfügen über solche „Notfallkoffer“ und kennen sich in seiner Anwendung aus. Spezialisiert auf mittelständische Firmen stellen sich gerne den Fragen der interessierten Unternehmer. Unverbindlich. Wenden Sie sich bitte an Herrn Hasso Kraus unter [email protected], der Sie gerne unverbindlich und gratis berät oder an einen Fachberater in Ihrer Nähe weitervermittelt.

(Redaktion)


 


 

Notfallvorsorge
Notfallkoffer
Murphy
Unternehmensanalyse
Risikomanagement
Unternehmer
Altersversorgung
Testamente
Patientenverfügungen
Vorsorgevollmachten
Unterschriftsvollmachten
Stellvertretungsregelung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Notfallvorsorge" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: