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Tipps für Unternehmer

Vom unternehmerischen Umgang mit Geld

Die Frage, die sich stellt, ist, wie kommen Unternehmer zu einem adäquaten Umgang mit Geld?

Grundlegendes

Beginnen wir kurz bei den Grundlagen (ausführlich dazu in meinem Buch "Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer").

Die Aufgabe des Unternehmers ist es, ein Unternehmen zu schaffen, das den zukünftigen Kunden des Unternehmens mehr Nutzen bietet als heute. Damit er diese Aufgabe erfüllen kann, benötigt er Energie. Genauer: Überschüssige Energie, die über die notwendige Energie zur Produktion der Software hinaus reicht und es ihm ermöglicht, ein besseres Unternehmen zu schaffen. Diese Energie heranzuziehen und auszurichten, ist klare Unternehmeraufgabe.

Und Geld ist eine mögliche Energieform. Eine andere ist die Begeisterung von Kunden (die dann wie zum Beispiel bei Wikipedia mitentwickeln). Wieder eine andere die Begeisterung der Mitarbeiter, die manchmal nur aus Freude oder dem Wunsch, sich an etwas zu beteiligen viel mehr geben wie sie als Gegenleistung bekommen. Wieder eine andere Form der Energie ist die Öffentlichkeit, die positiv über das Unternehmen spricht.

Mit anderen Worten: das Geldvermögen oder Kapital des Unternehmens ist eine Teilkomponente der Energien, die die Weiterentwicklung des Unternehmens ermöglichen. Und es ist der Job des Unternehmers, die Energie auch dieser Teilkomponente zu erhöhen. Tut er dies nicht, so erfüllt er seinen Job nicht richtig.

Die Fähigkeit, Geld zu vermehren

Die Fähigkeit, Geld zu vermehren hat nichts mit der Höhe der Einnahmen zu tun. Und sie zeigt sich im privaten wie im unternehmerischen gleichermaßen.

BUCHEMPFEHLUNG:

Das Kontenmodell im Unternehmen

Wenn Sparen eine Gewohnheit ist, dann kann man diese Gewohnheit entwickeln. Bodo Schäfer schlägt dazu für die private Seite ein Kontenmodell mit 3 bis 4 Konten vor: Ein Konto für die Lebenshaltungskosten, ein Spaß-Konto und ein Spar-Konto. Gegebenenfalls noch ein weiteres Spendenkonto. Der Witz ist, die Überweisung auf Spaß-, Spar- und Spenden-Konto erfolgt nicht zum Monatsende, wenn nichts mehr da ist, sondern zu Monatsbeginn per Dauerauftrag.

Aber was noch viel wichtiger ist: Sie können dieses Konzept auf Ihr Unternehmen übertragen. Legen Sie auch im Unternehmen separate Konten an, auf die zu Beginn des Monats Geld überwiesen wird. Und zwar ein bestimmter Anteil des Umsatzes. Und zwar bevor an irgendjemanden sonst Geld überwiesen wird.

Finanzielle Reichweite

Noch ein weiterer praktischer Aspekt: Sie benötigen auch die richtigen Zahlen. Als Finanzkennzahlen werden meist Umsatz, Gewinn , Deckungsbeitrag , Bankguthaben oder ähnliche verwendet. Das ist nicht unwichtig. Aber es fehlt noch etwas: Die finanzielle Reichweite.

Nehmen Sie an, ab morgen hätten Sie keinerlei Umsätze mehr. Wie lange würde es bei gleichbleibenden fixen Kosten dauern, bis Sie die weiße Fahne schwenken müssten?

Interessant ist die finanzielle Reichweite, weil sie nicht nur die Überlebensfähigkeit bei radikalen und schnellen Umweltänderungen drastisch erhöht, sondern weil sie auch Potenzial für wirkliche Verbesserungen des Unternehmens schafft.

Erinnern wir uns nun nochmals an die Eingangsaussage: Geld ist eine Energieform neben anderen. Ähnliche Fragen können Sie auch bei anderen Energieformen stellen. Z.B. welche Fehler könnten Sie als Unternehmer machen, bis Ihre besten Mitarbeiter zu einem anderen Unternehmen wechseln?

Es geht darum, ob Sie das zugrundeliegende Prinzip als nützlich ansehen und ab jetzt beginnen, solche Zahlen zu erfassen und sich regelmäßig diese Fragen zu stellen. Dann wird sich nämlich mittelfristig auch Ihr Handeln ändern.

Anfragen zum Autor unter: www.onlinemarketingcoach.de

(Stefan Mereth)


 


 

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Kontenmodell
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