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Drohender Fluglotsenstreik

Was der Fluglotsenstreik für deutsche Urlauber bedeutet

Die Fluglotsen haben für Donnerstag Streiks von 6 bis 12 Uhr angekündigt. Hier lesen Sie, was auf Reisende zukommt und wie sie reagieren können.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat inzwischen beim Arbeitsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen den drohenden Fluglotsenstreik beantragt.

Von den Streiks betroffen sollen am Donnerstag bis zu 2.500 Flugbewegungen an allen deutschen Standorten sein. Das bedeutet, dass nicht nur viele Flüge ausfallen, sondern dass es auch noch eine Weile dauern wird, bis sich das Ganze wieder reguliert hat.

Ausgenommen vom Streik sind nur Rettungsflüge, Flüge der Streitkräfte und Regierungsflüge. Die Arbeitgeber hoffen dagegen auf einen Erfolg vor Gericht.

Was Urlauber jetzt tun können

Urlauber sollten sich jetzt rechtzeitig informieren, ob sie von einem möglichen Streik betroffen sind. Laut einem Sprecher des Deutschen Reiseverbands, haben Kunden, die mit einem Veranstalter in die Ferien fliegen, den Vorteil, dass sich dieser bei einem Streik um alles kümmert. Die Anbieter würden Kontakt zu ihren Kunden halten und über mögliche vorgezogene oder verschobene Flüge informieren. Wer den Flug selbst gebucht hat, kann sich direkt bei der Airline oder beim Flughafen informieren.

Gibt es rechtliche Ansprüche bei Verspätungen?

Laut der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein haben Flugreisende bei Verzögerungen auf Kurzstrecken von bis zu 1500 Kilometern nach zwei Stunden Anspruch auf Betreuungsleistungen, sprich Verpflegung und einen Zugang zu E-Mails oder Telefon. Das Gleiche gilt bei Mittelstrecken bis zu 3500 Kilometern ab drei Stunden und bei Langstrecken ab vier Stunden Wartezeit. Wer fünf Stunden warten muss und deshalb die Reise nicht mehr antreten will, kann sein Geld zurückverlangen.

Bei Reiseveranstaltern gilt ab einer Verspätung von fünf Stunden, dass der Reisende von dem Anbieter einen Ersatzflug verlangen kann. Schafft der Veranstalter es nicht, in einer angemessenen Frist einen Flug bereitzustellen, darf der Kunde seine Anreise selbst organisieren und die Kosten dem Veranstalter in Rechnung stellen oder aber nach der Rückkehr den Preis mindern.

Was passiert bei Flugausfällen?

Bei streikbedingten Flugausfällen müssen die Airlines Ersatzflüge anbieten. Reisende können aber auch vom Flug zurücktreten. Auch Veranstalter müssen Ersatzflüge anbieten. Geschieht dies nicht, kann der Reisende nach Fristsetzung seine Anreise auf Kosten des Reiseanbieters selbst organisieren.

Was fordern die Fluglotsen?

Die Fluglotsen haben unter anderem eine Gehaltserhöhung um 6,5 Prozent über zwölf Monate verlangt. Das Unternehmen bietet eine Erhöhung der Tarifgehälter ab 1. August um je 3,2 Prozent plus eine sofortige Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent des Bruttojahresgehalts vor. Ab 1. November 2012 würden die Gehälter danach um weitere zwei Prozent, mindestens aber in Höhe der Inflationsrate steigen.

(Redaktion)


 


 

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