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  • 02.02.2009, 08:38 Uhr
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  • Frankfurt am Main/Berlin
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Abwrackprämie

VDA-Präsident: Bereitschaft zum Neuwagenkauf wächst

Die deutsche Automobilindustrie begrüßt, dass die Umweltprämie so rasch und unbürokratisch umgesetzt wurde und bei der CO2-basierten Kfz-Steuer jetzt Klarheit herrscht. Die Kunden haben nun langfristige Planungssicherheit beim Autokauf. Noch liegen keine Absatzzahlen für den Januar vor. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Umweltprämie bereits in der zweiten Monatshälfte zu einer spürbaren Belebung des Geschäfts geführt hat. Die Menschen gehen wieder in die Autohäuser, die Bereitschaft zum Autokauf wächst. Dies sind erste ermutigende Signale für eine Stabilisierung des immer noch sehr schwierigen Pkw-Inlandsmarktes.

 Durch eigene zusätzliche Marketingmaßnahmen, die deutsche Hersteller aktuell ergreifen, wird die staatliche Umweltprämie noch attraktiver. Das dürfte einen weiteren Schub auslösen“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Die positive Reaktion der Bürger auf die Umweltprämie habe alle Miesmacher, Berufspessimisten und selbsternannte „Automobilexperten“ eines Besseren belehrt, unterstrich der VDA-Präsident. Die Umsetzung der Richtlinie zur Gewährung der Umweltprämie löse offensichtlich deutliche Absatzimpulse aus und trage dazu bei, Arbeitsplätze bei Herstellern und Zulieferern zu sichern. Der Kraftstoffverbrauch der Altfahrzeuge, die im Zusammenhang mit der Umweltprämie verschrottet werden, liege um durchschnittlich 2 l/100 km höher als der neuer Modelle. Die Bestandserneuerung führe nicht nur zu einer deutlichen CO2-Minderung, sondern auch zu einer noch stärkeren Reduzierung der „klassischen“ Schadstoffemissionen: „Das hilft dem Klima, der Umwelt und den Menschen“, so Wissmann.

Er betonte: „Hinzu kommt die Einigung bei der Kfz-Steuerreform. Damit ist der Weg frei für mehr Klimaschutz und eine Entlastung umweltfreundlicher kleiner und mittlerer Fahrzeuge. In Kombination mit der Umweltprämie und der Kfz-Steueraussetzung für Euro 4- und Euro 5-Fahrzeuge bis Mitte des Jahres dürfte die Reform zusätzliche Impulse für die Erneuerung der Fahrzeugflotte und damit für die Automobilkonjunktur geben.“

Der lineare Anstieg der Besteuerung garantiere dabei, dass jedes Gramm CO2 gleich gewichtet werde, so Wissmann weiter. Damit sei die zentrale Forderung des VDA an die geplante Reform erfüllt. „Wessen Auto mehr emittiert, zahlt mehr“, stellte der VDA-Präsident klar. „Der Kunde bekommt damit die erhoffte langfristige Planungssicherheit und kann jetzt seine Kaufentscheidung treffen. Dabei bieten ihm die deutschen Automobilhersteller mit mehr als 80 Modellen mit einem Verbrauch von unter 5 l/100 km eine große Auswahl an CO2-freundlichen und damit auch steuerlich günstigen Fahrzeugen an.“

Die ökologisch und ökonomisch sinnvollste Lösung habe sich durchgesetzt. Der VDA-Präsident erwartet, dass das Gesamtpaket nun rasch zu einer Erneuerung des Fahrzeugbestandes beiträgt. „Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf deutschen Straßen liegt mittlerweile bei über 8,5 Jahren. Auch dieses hohe Durchschnittsalter sorgt für Mehrverbrauch. Wenn der Fahrzeugbestand in Deutschland sich um ein Jahr verjüngt, können 800 Mio. Liter Kraftstoff oder 2 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden“, erläuterte Wissmann.

(Redaktion)


 


 

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Verbandes der Automobilindustrie (VDA)

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