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Recht & Steuern

Vorsicht: Verdeckte Gewinnausschüttung

Erhält ein alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH eine Umsatztantieme, wird dies vom Finanzamt als verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) qualifiziert – auch wenn die Tantieme nur für von ihm selbst abgeschlossene Geschäfte gewährt wird.

Die Zahlung von Umsatztantiemen an den Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH ist regelmäßig als vGA zu qualifizieren, so urteilte der Bundesfinanzhof (BFH, Beschluss vom 12.10.2010, Az. I B 70/10). Dies gilt insbesondere dann, wenn die Umsatztantiemen weder zeitlich noch der Höhe nach beschränkt sind – auch wenn sie ausschließlich für die von ihm selbst abgeschlossenen Geschäfte geleistet werden.

Eine Umsatztantieme kann ausnahmsweise dann anerkannt werden, wenn die damit angestrebte Leistungssteigerung durch eine Gewinntantieme nicht zu erreichen wäre, so etwa in der ertragsschwachen Aufbauphase eines Unternehmens. Bei einem Alleingesellschafter-Geschäftsführer besteht nach Auffassung der Richter bei einer Umsatztantieme ansonsten die Gefahr, dass er – um eine möglichst hohe Tantieme zu erhalten – die Umsätze zulasten der Unternehmensrentabilität in die Höhe treibt. Daher ist für den Gesellschafter-Geschäftsführer eine Umsatztantieme auch dann tabu, wenn andere GmbH-Mitarbeiter bereits eine Umsatztantieme erhalten.

(Redaktion)


 


 

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