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Verein der Klimaschützer

Land unterstützt Vereinsgründung mit bundesweitem Modellcharakter

Seit 2006 gibt es in Südbaden die „Strategische Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein“, rund 150 Kommunen, Unternehmen und Verbände sind Mitglieder und verfolgen das Ziel, durch Infoangebote und Unterstützung bei Fragen zu Themen wie erneuerbare Energien oder Gebäudesanierung den CO2-Ausstoß im Dreiländereck zu verringern. Nun haben sieben der beteiligten Institutionen dem Netzwerk mit einer Vereinsgründung in Freiburg ein Dach verpasst.

Mit dabei ist auch das Land Baden-Württemberg, das den Verein in den kommenden drei Jahren mit 100.000 Euro unterstützen wird. Denn, so Ministerialdirigent Martin Eggstein anlässlich der Vereinsgründung in Freiburg, der Klimaschutz ist die größte Herausforderung unserer Zeit, einen vergleichbaren Klub gibt es deutschlandweit noch nicht und in Stuttgart ist man überzeugt, dass der Verein „Klimaschutz am Oberrhein“ Modellcharakter haben wird. Insgesamt bringen die sieben Gründungsmitglieder über 300.000 für die Vereinskasse mit. Regierungspräsident Julian Würtenberger ist Vereinspräsident und Otto Neideck, Finanzbürgermeister in Freiburg und Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein (RVSO) ist zum Gründungsvorsitzenden gewählt worden. Gründungsmitglieder sind neben dem Land, der Handwerkskammer Freiburg (HWK) und dem RVSO die Volksbank und die Sparkasse in Freiburg sowie die Energieversorger Badenova und E-Werk Mittelbaden. Die Initiative zu der „Strategischen Partnerschaft“ kam vor vier Jahren von der HWK und dem RVSO.

„Wir wollen hier aber nicht nur einen schön großen Verein gründen, wir wollen der Motor für den Klimaschutz in der Region sein“, so Neideck anlässlich der Vereinsgründung. Eine hauptamtliche Geschäftstelle solle künftig die bisher ehrenamtlich geleistete Arbeit tragen, dazu gehört für Neideck, dass der Verein Ansprechpartner für Firmen, Kommunen und Privatleute sein will, wenn es um Fragen der Gebäudesanierung oder um Förderprogramme für regenerative Energienutzung geht. Alleine für das Handwerk im Dreiländereck schlummert hier ein Milliardenmarkt, ist HWK-Geschäftsführer Johannes Burger überzeugt. Und Paul Baier, Präsident der HWK Freiburg, ergänzt: „Wenn wir entsprechende Infoveranstaltungen anbieten, dann stoßen wir mit diesen Themen auf riesige Resonanz.“ Neben dem Potenzial für das Handwerk müsse eine unabhängige Beratung immer auch gewährleisten, dass für den Bauherrn ein finanzieller Vorteil entstehe, wenn er auf Ökosanierungen setze, so Baier weiter. Und 60 Infoabende habe es bisher gegeben. „Energie ist knapp und teuer“, so Julian Würtenberger. Das Handwerk könne in der ganzen Metropolregion im Dreiländereck vom Thema Umweltschutz profitieren. Der Verein biete da eine hervorragende unabhängige Beratungsplattform.

Teil der Vereinsarbeit wird auch eine unabhängige Begleitung der Projekte des Vereins sein. RVSO-Direktor Dieter Karlin: „Beim Thema Effektivität des Vereins wollen wir sehr selbstkritisch hinschauen und am Ende Zahlen auf den Tisch bringen, die zeigen wie viel CO2 wir durch die Beratungs- und Informationsarbeit des Vereins einsparen helfen konnten.“

(Ralf Deckert)


 


 

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