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Insolvenzverfahren

Verkauf von Märklin steht bevor

Der Modelleisenbahnhersteller Märklin mit Werken in Nürnberg und Göppingen soll nach den Vorstellungen von Insolvenzverwalter Michael Pluta bereits im August oder September dieses Jahres verkauft werden. Mit der Suche nach möglichen Investoren wurde die Investmentbank Close Brothers beauftragt. Dies teilte Pluta dem Tagesspiegel mit.

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„Ich wünsche mir, Märklin im August oder September verkaufen zu können. Aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Dann wird es halt Februar oder März“, sagte Pluta. Der Insolvenzverwalter erwartet, dass zu den bisherigen sieben Interessenten noch weitere hinzukommen. Die mit der Suche beauftragte Investmentbank Close Brothers soll dabei mögliche Interessenten gezielt ansprechen, auch im Ausland. Namen wollte Pluta nicht nennen.

Am Fortbestand des Unternehmens hat der Anwalt aber keine Zweifel. Selbstverständlich werde es Märklin auch Weihnachten noch geben. „In Deutschland gibt es den Irrglauben, dass die Insolvenz das Ende bedeutet. Das ist Unsinn, aber man kriegt das aus den Köpfen nicht raus. Dabei haben wir in Deutschland das beste Insolvenzrecht von ganz Europa.“

Zu den Konsequenzen, die das Insolvenzverfahren allerdings schon jetzt für die Mitarbeiter von Märklin hatte, will sich Pluta offenbar nicht so recht äußern. „Wir haben zwar auch Stellen bei unseren Mitarbeitern gestrichen, aber wir haben vor allem in der Spitze abgebaut. Sie kennen doch den Spruch mit den vielen Köchen“, sagt er. Ein solches Statement muss gerade für die Mitarbeiter des Nürnberger Werkes wie Hohn wirken – seit Anfang März steht fest, dass der Standort zum 31. Juli geschlossen wird. 60 Arbeitsplätze gehen dabei verloren.

Zu den Plänen der Modelleisenbahnen Beteiligungsgesellschaft mbh, die einen Fond aufgelegt hat, der wieder Geld in die verschuldeten Kassen von Märklin spülen soll (wir berichteten), äußert sich der Insolvenzverwalter skeptisch: „Der Slogan ‚Rettet Märklin’ passt mir nicht. Wir brauchen  keine Spenden. Außerdem kann die Investition für die, die mitmachen, nach hinten losgehen.“


(Redaktion)


 


 

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