Weitere Artikel
Aus und vorbei

Verkauf von Witzig & Frank Maschinenbau ist gescheitert

Der mögliche Verkauf von Witzig & Frank GmbH an einen potentiellen Investor ist trotz großer Bemühungen gescheitert. Am heutigen Dienstag hat der letzte verbliebene Interessent die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Das erklärt die Muttergesellschaft MAG Europe, die die Tochter aus betriebswirtschaftlichen Gründen schließen möchte. Witzig & Frank hat derzeit rund 240 Mitarbeiter in Offenburg.

Der im März beschlossene Sozialplan für den Offenburger Sondermaschinenbauer Witzig & Frank ermöglichte es dem Betriebsrat , zwei weitere Monate einen externen Investor mit einem nachhaltigen  Finanzierungskonzept zu suchen, um die Einstellung der Produktion von Neumaschinen in Offenburg abzuwenden. Von mehreren Interessenten war laut MAG Europe nur  noch ein potentieller Investor verblieben. 

Nach zahlreichen Treffen und Gesprächen hatte sich MAG bereit erklärt, über die ursprünglich geplante Veräußerung des gesamten Unternehmens für einen Euro hinaus den potentiellen Investoren weiter entgegen zu kommen. So wäre das profitable Ersatzteil- und Servicegeschäft auf die Witzig & Frank GmbH zurück übertragen worden und darüber hinaus wären für den Geschäftsbetrieb der Witzig & Frank GmbH nicht benötigteVermögensgegenstände gegen die Zuführung von Barmitteln zu Werten deutlich oberhalb des Buchwerts herausgelöst worden. Außerdem wären Patente, das Betriebsgrundstück und noch vorhandene Aufträge an den neuen Eigentümer übertragen worden. 

Eine unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche Weiterführung des Unternehmens und für einen erfolgreichen Abschluss des Verkaufes war ein nachhaltiges und belastbares Finanzierungskonzept des Käufers, einschließlich einer Kreditlinie für die Gesellschaft. Durch die Besonderheiten des Sondermaschinenbaus bestand ein signifikanter Vorfinanzierungsbedarf für die kommenden 18 Monate. Sollte dieser Bedarf nicht durch entsprechende Bürgschaften abgedeckt werden können, hätte der Witzig & Frank GmbH unter dem neuen Eigentümer die Zahlungsunfähigkeit und damit die Insolvenz gedroht. 

Dies wäre laut MAG Europe mit erheblichen Nachteilen für die Mitarbeiter verbunden, da die im aktuellen Sozialplan vorgesehenen Maßnahmen, wie die Gründung einer Transfergesellschaft, Abfindungen und Übernahmen innerhalb der MAG Gruppe dann nicht zum Tragen kämen. Im Falle einer Insolvenz wäre im Gegensatz dazu nur die Zahlung von Insolvenzgeld gewährleistet.

Der letzte verbliebene Interessent stellte zwar, so MAG Europe, einen Geschäftsplan für die nächsten 30 Monate vor, konnte aber bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Finanzierungslinie oder anderweitige Sicherheiten vorweisen und hat die Verhandlungen mit Schreiben vom 26. Mai für beendet erklärt. Die Zeit für die Einigung mit dem potentiellen Investor ist durch den Sozialplan auf den 27. Juni begrenzt. Da von Käuferseite die Verhandlungen beendet wurden, wird – wie vertraglich mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart – der Sozialplan greifen.

(Redaktion)


 


 

mag
offenburg
witzig
frank
maschinenbau
insolvenz

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "mag" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: