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Bauherren-Schutzbund

Welcher Hausanbieter ist der richtige? - Firmen-Check und Wirtschaftsauskunft helfen bei der Entscheidung

Wer die Absicht hat, ein Haus zu bauen, möchte dies möglichst schnell und unkompliziert über die Bühne bringen. Doch welche Hausanbieter-Firma ist als Vertragspartner geeignet? Die Angebote sind äußerst vielfältig und nicht immer seriös. Bauherren sind daher bestens beraten, wenn sie nicht blind auf verlockende Angebote vertrauen, sondern gründlich prüfen, wer für das eigene Vorhaben vertrauenswürdig und leistungsfähig ist.

Der Bauherren-Schutzbund (BSB) rät Häuslebauern, sich ein konkretes Bild vom künftigen Vertragspartner zu verschaffen. Er sollte in Erfahrung bringen, seit wann die Firma existiert, welche Leistungen sie selbst ausführt und welche Fachfirmen als Nachauftragnehmer beteiligt sind. Auch nach einer Referenzliste und Referenzobjekten sollte gefragt werden. Erfahrungen der Verbraucherschützer besagen, dass eine seriös arbeitende Firma keiner Frage ausweichen wird.

Bevor ein Vertrag unterschrieben wird, sollte das Hausangebot ohne Zeitdruck geprüft werden. BSB-Geschäftsführer Rainer Huhle empfiehlt, mehrere Angebote einzuholen. Zu einem Hausangebot gehört als Mindeststandard ein detailliertes Preisangebot inklusive der Mehrkosten für Sonderleistungen und Gutschriften für Eigenleistungen. Des Weiteren dürfen die komplette Bau- und Leistungsbeschreibung, Grundrisse mit Angaben zur Wohnfläche sowie der Bauvertrag mit Zahlungsplan und allen Zusatzvereinbarungen nicht fehlen. Denn alle diese Unterlagen benötigt auch die Bank zur Prüfung der Finanzierung. Werden sie verweigert oder unvollständig übergeben, sollte ein anderer Anbieter gewählt werden.

Um Fehler zu vermeiden, ist es nach Ansicht des BSB legitim, bei einem Firmen-Check des ins Auge gefassten Baupartners auch eine komplette Wirtschaftsauskunft einzuholen. Sie ermöglicht über veröffentlichte Bilanzdaten hinaus eine Bonitätsbewertung des Vertragspartners. Neben Informationen zu Rechtsform, Entwicklung des Unternehmens, Gesellschaftern und Geschäftsführung ist die Darstellung des Geschäftsfeldes, des Umsatzes und der Personalstruktur von Bedeutung.

Der Bauherr sollte sich nicht scheuen, über den Bauvertrag hart zu verhandeln, sagt Huhle. Dem künftigen Vertragspartner sollten vorab schriftlich Verhandlungswünsche übermittelt und dazu verbindliche Stellungnahmen abgefordert werden. Wichtig sei, nie unter Zeitdruck zu verhandeln.

Falls die Bonität eines Hausanbieters nicht ausreichend ist, aber man trotzdem mit ihm bauen möchte, so muss zusätzlich über Sicherheitsleistungen verhandelt und die Angemessenheit des Vertragspreises und des Zahlungsplans geprüft werden, erläutert er Experte. Bei Generalunternehmern, die nur einen Teil der Leistungen selbst erbringen, sollte sich der Bauherr unbedingt eine Liste der von ihm beauftragten Fachfirmen vorlegen lassen. Das gilt erst recht für Generalübernehmer, die alle Leistungen an Nachunternehmer vergeben.

Eindringlich warnt BSB-Geschäftsführer Huhle vor blindem Vertrauen. Das sei bei einer solch großen Investition wie einem Hausbau unangebracht. Im eigenen Interesse sollten Verträge erst unterschrieben werden, wenn der künftige Baupartner den Firmen-Check bestanden hat, alle Fragen zum Bauvertrag bis ins Detail geklärt und Finanzierungsfragen gelöst sind.

(Redaktion)


 


 

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