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Armutsgefährdungsquote

Weniger Deutsche von Armut bedroht

Die Zahl der von Armut gefährdeten Personen in Deutschland lag im Jahr 2006 mit rund 14 Millionen um rund eine Million niedriger als noch 2005. Die Armutsgefährdungsquote, also der Anteil der Menschen, die weniger als 60 Prozent des deutschen Durchschnittseinkommens erzielen, fiel entsprechend von 18 Prozent auf unter 17 Prozent.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des ifo Instituts, in der die neu verfügbaren Daten des Sozioökonomischen Panels 2006 ausgewertet wurden. Nachdem die Armutsgefährdung im Zeitraum zwischen dem Jahr 2000 und 2005 kontinuierlich um insgesamt fünf Prozentpunkte gestiegen war, zeigen die ifo Ergebnisse nun eine erfreuliche Trendwende in diesem Bereich.

"Unsere Untersuchung belegt, dass der Abbau der Armutsgefährdung parallel verlief mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit, der wegen der Agenda 2010 im letzten Boom allein in Westdeutschland um ein Million Menschen größer war, als man es bei einer Fortsetzung früherer Entwicklungsmuster hätte erwarten können. Im Jahr 2005 hatten wir noch die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte der Bundesrepublik. Ab 2006 kamen dann der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt und auch ein dramatischer Rückgang bei der Armutsgefährdung", erklärt Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts. "Damit sind all jene widerlegt, die sagen der Rückgang der Arbeitslosigkeit sei durch Sozialabbau erkauft worden. Das Gegenteil ist richtig: Arbeit ist der wichtigste Faktor bei der Armutsbekämpfung."

(Redaktion)


 


 

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