Sie sind hier: Startseite Südbaden Lokale Wirtschaft
Weitere Artikel
Optimismus

Wirtschaftskrise: Nicht jammern – anpacken!

Claudius Marx, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, Professor für Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Trier und Dozent an der Universität St. Gallen/Schweiz , sagte kürzlich bei einem Vortrag vor 60 Vertretern von Handel und Gewerbe, Banken und Kommunalpolitikern in Lauchringen im Kreis Waldshut, die Finanz- und Wirtschaftskrise habe auch Südbaden und die Region Hochrhein-Bodensee mit ihren Landkreisen Lörrach, Waldshut und Konstanz erfasst.

"Die Situation ist ernst – international, national, regional".

Trotz negativer Entwicklung verbreitete er Optimismus. "Ich bin davon überzeugt: diese Region wird die Krise besser meistern als viele."

In einer Rezession gebe es nicht nur Verlierer, ermunterte Marx die Zuhörer, Chancen zu nutzen. Er verglich die Wirtschaftskrise mit einem Formel-eins-Rennen bei Regen. "Das Sauwetter trifft alle gleich." Wer am besten mit den Bedingungen klar komme, gewinnt. Man müsse rechtzeitig die Regenreifen montieren.

Marx nannte zehn gute Gründe, warum die Region Hochrhein-Bodensee als erste aus der Box komme:

Die regionale Wirtschaftsstruktur ist mittelständisch geprägt, viele                          Unternehmen sind Familien geführt. Die Branchen sind vielseitig.

Das Auftragsniveau ist hoch. Die Auftragsbücher waren anfangs des Jahres voll. Die Aufträge müssen abgewickelt werden.

Faktisch herrscht in der Region Hochrhein-Bodensee immer noch Vollbeschäftigung. Dazu Zahlen: Die Arbeitslosenquote lag 2008 bei 3,9 Prozent (Landkreis Lörrach 3,8, Waldshut 3,4, Konstanz 4,3). Hier gibt's noch Kaufkraft.

Keine Rezession geht in eine oder zwei Quartalen vorüber. Die Rezession hat nach Auffassung von Marx bereits Ende 2007 begonnen. "Wir befinden uns schon im zweiten Jahr der Rezession. Es ist nicht abwegig zu sagen: wir erwarten, den Boden in absehbarer Zeit."

Die Banken in der Region stehen im Wort. Beziehungen sind persönlich und damit stabil.

Die staatliche Bereitschaft, Investitionen vorzuziehen, kommt zur richtigen Zeit.

Die Konsumenten haben sich in den vergangenen Monaten als weniger panisch erwiesen. "Wir müssen nur aufhören, sie weiter zu verunsichern", sagte Marx.

Die Menschen im Süden haben den unbedingten Willen, die Dinge besser zu machen. Der Süddeutsche sagt: "Das könnte ich noch besser machen." Wo andernorts gesagt wird: "It's enough – deutsch: Es reicht."

Strukturen in der Region sind lebendig. Marx nannte die duale Ausbildung. "Hier waren wir die Besten, und wir werden den Stand halten." Die Innenstädte müssen lebendig bleiben. Sein Appell: "Nicht jammern – anpacken!"

Die Gefahr eint die Menschen. Marx: "Ich vertraue darauf, dass wir aus all' dem genügend Stärke entwickeln."

(Michael Neubert)


 


 

optimismus
wirtschaftskrise
ihk
gechäftsführer
handel
gewerbe
banken

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "optimismus" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: