Sie sind hier: Startseite Südbaden Aktuell News
Weitere Artikel
Tourismus

Wirtschaftsminister Pfister und Landwirtschaftsminister Hauk stellen Tourismus-Konzept vor

Die Landesregierung will dem Tourismus im Land mit einem weiterentwickelten Tourismuskonzept zukunftssichere Rahmenbedingungen geben. Touristische Kernmärkte des Landes sollen der Konzeption zufolge zukünftig die Bereiche Gesundheit & Wohlfühlen, Aktiv & Natur, Städte sowie Kultur und Genuss, Ergänzungsmärkte die Bereiche Bauernhofurlaub, Wintersport, Wasser und sonstige Aktivitäten sein. Der Bereich des Tourismus im ländlichen Raum ist ein wesentlicher und integraler Bestandteil des Tourismuskonzeptes.

Wie Wirtschaftsminister Ernst Pfister und der Minister für den Ländlichen Raum, Peter Hauk, im Anschluss an die jüngste Kabinettssitzung berichteten, habe der Ministerrat auf seiner Sitzung am 19. Mai 2009 einer entsprechenden Fortschreibung der aus dem Jahr 1997 stammenden Konzeption zur Förderung des Tourismus in Baden-Württemberg zugestimmt.

Das Tourismuskonzept bestätigt Wirtschaftsminister Pfister zufolge die hohe Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für Baden-Württemberg. „Die Tourismuswirtschaft sichert rund 280 000 Arbeitsplätze im Land. Dies entspricht einem Anteil tourismusabhängiger Erwerbstätiger von rund 5 Prozent an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen. Die direkten Umsätze aus dem Tages- und Übernachtungstourismus 2007 im Land beliefen sich auf netto ca. 13,6 Mrd. Euro“, betonte Pfister.

Hauk wies darauf hin, dass sich der baden-württembergische Tourismus unter Nachfrage- und Wettbewerbsveränderungen einem erheblichen Wandlungsdruck ausgesetzt sieht. „Mit einem durchschnittlichen jährlichen Übernachtungswachstum von 1,4 Prozent von 1997 bis 2008 lag das Land zwar unter dem Bundesdurchschnitt von 1,7 Prozent, aber vor traditionellen Urlaubsländern wie Bayern, Niedersachsen und Schleswig Holstein.“ Der Markt von morgen müsse heute erschlossen werden. "Kombinierte Angebote von Natur mit Aktivurlaub, Kultur, Genuss und Gesundheit sind wachstumsstarke Bereiche, gerade auch im ländlichen Raum", so Minister Hauk. Entscheidend sei dabei, auf sich abzeichnende Trends frühzeitig und mit den richtigen Strategien zu reagieren.

Das Wirtschaftsministerium und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum hatten im Februar 2008 den Auftrag zur Fortschreibung des Tourismuskonzeptes des Landes an die Beratungsunternehmen Project M, Lüneburg/Berlin/Stuttgart und Kohl & Partner, Wien/Villach erteilt. Ziel dabei war es, mit einem neuen Tourismuskonzept die Tourismuspolitik und die Tourismuswirtschaft für die tourismuswirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre zu rüsten.

Im Rahmen des Tourismuskonzeptes wurde durch eine breite Analyse eine Standortbestimmung des Tourismus in Baden-Württemberg vorgenommen und die Entwicklung des Tourismus in den letzten elf Jahren analysiert, die vorhandenen Potenziale und Angebote untersucht und die Kernkompetenzen des Landes in Kern- und Ergänzungsmärkte klassifiziert sowie eine Tourismusstrategie formuliert, die den stringenten Aufbau von Destinations- und Erlebnismarken vorsieht. Davon ausgehend wurden insgesamt zwölf orientierende Handlungsleitlinien für die touristischen Akteure entwickelt, an die konkrete Projekt- und Maßnahmenbeispiele für Querschnittsaufgaben und ausgewählte Märkte anschließen.

Die Erarbeitung der Tourismuskonzeption wurde von einer Lenkungsgruppe der Auftrag gebenden Ministerien und einer Projektarbeitsgruppe der tourismusrelevanten Verbände und –organisationen begleitet. In fünf Regionalkonferenzen wurde im Herbst 2008 der strategische Ansatz des Konzeptes den touristischen Multiplikatoren in den Tourismusregionen des Landes vorgestellt.

Minister Pfister hob die kooperative und vernetzte Vorgehensweise unter breiter Einbindung und Beteiligung der Tourismuswirtschaft des Landes zur Entwicklung der Tourismuskonzeption hervor. Das Konzept richte sich an alle Akteure im Tourismus, von der Ebene der Leistungsträger bis hin zur Ebene des Landes, betonte Pfister. „Als langfristig angelegtes Strategiekonzept sind von der Tourismuskonzeption keine kurzfristigen Antworten auf die derzeitige konjunkturelle Krise zu erwarten. Eine konsequente Umsetzung seiner Strategien kann allerdings die Anfälligkeit für derartige Ereignisse mindern helfen“, so der Wirtschaftsminister.

"Der Erhalt und Schaffung neuer Arbeitsplätze im ländlichen Raum durch den Tourismus hat oberste Priorität", betonte Minister Hauk. Die ländlichen Räume verfügten über große touristische Potenziale. Diese würden in der Tourismuskonzeption aufgezeigt und müssten nun effektiv genutzt werden.

Unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise sind nach den Rekordzahlen des Vorjahres von 16,5 Mio. Ankünften und 43,6 Mio. Übernachtungen von Januar bis März 2009 die Ankünfte im Land um 4,6 Prozent und die Übernachtungen um 5,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurückgegangen.

Die bisher nur als Berichtsentwurf vorliegende Tourismuskonzeption wird demnächst auf den Websites des Wirtschaftsministeriums und des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum verfügbar gemacht werden.

(Redaktion)


 


 

Landesregierung
Tourismus
Tourismuskonzept
Touristische Kernmärkte
Gesundheit & Wohlfühlen
Aktiv & N

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Landesregierung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: