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Wirtschaftsministerium unterstützt Handwerk bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise

Um das baden-württembergische Handwerk bei der Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. „Dadurch erhält das Handwerk schnelle und unbürokratische Hilfe“, sagte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart. Nach dem aktuellen Konjunkturbericht des Baden-Württembergischen Handwerkstages ist die Handwerkskonjunktur im ersten Quartal 2009 durch zurückgehende Auftragseingänge, nicht ausgelastete Kapazitäten und ein insgesamt schwieriges Marktumfeld geprägt. Pfister: „Die Krise hat das Handwerk erreicht, aber wir werden alles dafür tun, dass die Unternehmen diese schwierige Phase überwinden können.“

Das Land stellt 950 Millionen Euro und der Bund 1,2 Milliarden Euro für Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser, Stadtsanierungsmaßnahmen oder Straßen in Baden-Württemberg bereit. Mit dem Infrastrukturprogramm des Landes und dem Konjunkturprogramm des Bundes würden somit über zwei Milliarden Euro im Land in die Infrastruktur investiert, von denen insbesondere das baden-württembergische Handwerk profitieren werde. Pfister: „Die Programme werden zusätzliche Aufträge für die Bauindustrie und das Handwerk auslösen und so Arbeitsplätze sichern.“

Im Bereich des Wirtschaftsministeriums kommen folgende zusätzliche Investitions- und Fördermittel zum Einsatz:

  • 50 Mio. Euro für schnell umsetzbare Projekte in städtebaulichen Sanierungsgebieten,
  • 46 Mio. Euro für Neubau-, Sanierungs- und Ausstattungsinvestitionen bei den wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen,
  • 17 Mio. Euro in einem Sonderprogramm „Nachhaltige Tourismusinfrastruktur“,
  • jeweils 10 Mio. Euro für die überbetrieblichen Bildungszentren der Wirtschaftsorganisationen und die Aufstockung des Wohnraumförderungsprogramms
  • und 7,5 Mio. Euro für die Denkmalförderung.

Die Vereinfachung der Vergabe öffentlicher Aufträge trägt dazu bei, die konjunkturellen Maßnahmen zügig umzusetzen und damit ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Daher wurde die Vergabe öffentlicher Aufträge so gestaltet, dass befristet bis Ende 2010 die Vergabestellen der Landesverwaltung Bauleistungen bis zu 1 Million Euro beschränkt ausschreiben bzw. bis zu 100.000 Euro freihändig vergeben können. Liefer- und Dienstleistungsaufträge können bis zu 100.000 Euro beschränkt ausgeschrieben oder freihändig vergeben werden. „Durch diese Vereinfachungen steigen gerade für das Handwerk die Chancen, an den Konjunkturprogrammen in einem großen Umfang zu partizipieren“, so der Wirtschaftsminister.

Eine weitere Maßnahme, um Handwerksbetriebe bei der Krisenbewältigung zu unterstützen, stellt das Förderprogramm zur Krisenberatung dar. Hierfür wurden dem Wirtschaftsministerium zusätzliche Mittel in Höhe von 550.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesem Programm fördert das Wirtschaftsministerium befristet für das Jahr 2009 eine kurzfristige Beratung von bis zu vier Beratungstagen, auf die im akuten Krisenfall schnell und unbürokratisch zurückgegriffen werden kann. Die geförderte Kurzberatung kann etwa bei Liquiditätsproblemen zur Vor-bereitung von Bankgesprächen dienen oder bei Kreditanträgen schnell Hilfestellung leisten.

Pfister abschließend: „Das baden-württembergische Handwerk hat die Krise bislang gut gemeistert. Dies spricht für die hohe Leistungsfähigkeit und das solide Fundament dieses Wirtschaftszweigs. Nun hat die Wirtschaftskrise aber auch das Handwerk erreicht, für das 2009 ein sehr schwieriges Jahr werden wird. Ich bin mir allerdings sicher, dass das Handwerk mit unserer Unterstützung bald wieder in ein besseres Fahrwasser geraten wird.“

(Wirtschaftsministerium B.-W.)


 


 

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