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Interview mit Eugen Eble

Wo Kamele streiken, fährt der Hummer weiter

Eugen Eble ist in Europa Experte für den Hummer H1, das ultimative Wüstenfahrzeug. Der Lahrer verkauft und vermietet die Fahrzeuge bundesweit und bietet auch Touren in Nordafrika an. Im Interview spricht er über weibliche Fahrer, die ökologische Belastung durch die Kolosse und sein schönstes Erlebnis, als er mit einem H1 unterwegs war.

Was fasziniert Sie persönlich an dem Hummer H1?

Sein Erscheinungsbild und die überragende Geländetauglichkeit. 

Was für Typen fahren einen H1? Sind das reiche, ältere Männer?

Überwiegend sind es Liebhaber dieses Fahrzeugs und überwiegend Männer. 

Sie bieten auch stundenweise Ausfahrten im Gelände an. Wie hoch ist der Frauenanteil bei den Fahrern?

Interessante Frage. Es sind über 20 Prozent. Oft wird ein Vermietgutschein von einer Partnerin gekauft, um ihren Lieben zu beschenken. Bei der Rückgabe des Fahrzeuges sitzt dann die Dame am Steuer und der Herr durfte die ganze Zeit auf dem Beifahrersitz mitfahren.

Haben Sie Verständnis für Leute, die solche Autos aus ökologischen Gründen ablehnen?

Ökologischer Nutzen ist mit Sicherheit ein sehr aktuelles Thema, jedoch muss man wissen dass diese Fahrzeuge – bundesweit sind es ungefähr 300 Stück – von ihren Besitzern in den Regel an schönen Sommertagen zu einer sonntäglichen Ausfahrt genutzt werden - sie sind also am Gesamtschadstoffaufkommen nur sehr gering beteiligt. Und ein wenig Spaß sollte man jedem zustehen.

Was halten Sie von der Umstellung der KFZ-Steuer auf den Kohlendioxid-Ausstoß?

Dies ist unbedeutend, weil die Besitzer meist nur mit Kurzzeitkennzeichen fahren.

Was war Ihr schönstes Erlebnis bei einer Fahrt durch Nordafrika?

Bei einer Fahrt in der Sahara rund 100 Kilometer abseits jeglicher Zivilisation in einem wunderschönen Dünenfeld trafen wir auf zwei Beduinenkinder im Alter
von knappen zehn Jahren. Sie waren alleine mit ihrem Hund unterwegs. Wir  hielten an fotografierten und versuchten uns zu verständigen. Zusammen mit unserem tunesischen Führer bekamen wir heraus dass ihre Familie und ihre Schafherde ein paar Dünen weiter lagerten. Die Kinder von mir und meiner Frau im etwa gleichen Alter waren erstmal sprachlos, stellten uns aber im Verlauf des Tages noch sehr viele Fragen zu diesen Beduinenkindern, die so unbefangen, sorglos und barfuß in den Tag hinein lebten.

Was für Autos fahren Sie privat?

Ständig ein Bestandsfahrzeug aus meiner Firma - einen Hummer.

Wie haben Sie 2008 reagiert, als wegen der hohen Spritpreise die Nachfrage nach Hummer H1 geringer wurde?

Wir hatten bereits umstrukturiert und konzentrieren uns mehr auf Vermietung, weniger auf Verkauf. Und auf Events, bei denen wir unsere Hummer H1 einsetzen können. Hierbei vorrangig Wüstentouren.

Glauben Sie, dass die Umsätze Ihrer Firma 2009 stabil bleiben?

Ich hoffe es und bin zuversichtlich.

Die Hummer H1 wurden von 1992 bis 2006 gebaut. Diverse Diesel- und Benzinmotoren haben je rund sechs Liter Hubraum und zwischen 150 und 300 PS. Die rund 3,5 Tonnen schweren H1 sind sind bekannt für ihre Geländeeigenschaften. Dank ihrer großen Spurbreite sind sie sehr standfest, können 76 Zentimeter tiefe Gewässer durchwaten, 56 Zentimeter hohe Stufen überwinden, haben eine Bodenfreiheit von 41 Zentimeter und können steile Böschungswinkel bewältigen. Die meisten H1 sind mit einem System ausgestattet, das es dem Fahrer ermöglicht, jederzeit den Reifendruck den Untergrundverhältnissen entsprechend zu verändern. Die Modelle H2 und H3 sehen zwar auch martialisch aus, ähneln in ihren Fahreigenschaften aber Boulevard-Geländewagen. Eugen Eble informiert auf www.eble4x4.de.

(Redaktion)


 


 

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