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Zeitverschwendung im Zahlungsverkehr

Mehr als 80 Prozent der Betriebe führen Zahlungsaufträge manuell über die Eingabemaske mit Tastatur und Maus durch. Papierbasierte Kontoauszüge tippen Mitarbeiter in vier von zehn Unternehmen mühsam selbst in den Computer ein.

Das nimmt nicht nur viel Zeit in Anspruch, es können sich auch schnell Fehler beim Übertragen der Daten einschleichen. Viele Führungsetagen haben den Nachholbedarf bereits erkannt und wollen in Zukunft verstärkt auf technische Unterstützung setzen: Sieben von zehn Betrieben planen, den Zahlungsverkehr in ihrem Hause spätestens in fünf Jahren automatisiert und nicht mehr manuell abzuwickeln. Das ist das Ergebnis der Studie "Electronic Banking 2009" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi research.

Bislang importiert nur jede vierte Firma die Daten automatisiert aus anderen IT-Anwendungen, wie etwa einem Buchhaltungssystem, ohne dass zusätzliche Arbeitsschritte anfallen. Auch die Freigabe von Zahlungsaufträgen ist in vielen Unternehmen mit unnötigem Aufwand verbunden: In jeder fünften Buchhaltung werden Überweisungen vom verantwortlichen Mitarbeiter persönlich unterschrieben. Knapp 70 Prozent nutzen zwar elektronische Unterschriften. Die müssen allerdings bei jedem Zahlungsauftrag immer wieder aufs Neue manuell ausgelöst werden. Komplett automatisierte elektronische Signaturen eines Electronic-Banking-Systems verwendet bislang nur jeder dritte Betrieb.

"Insbesondere bei großen Firmen mit vielen Zahlungsaufträgen und Kontoumsätzen ist die manuelle Übertragung der Daten eine regelrechte Zeitverschwendung", warnt Michael Schunk, Bankexperte des Beratungshauses PPI. "Doch nicht nur der Zeitfaktor spielt dabei eine wichtige Rolle: Die händische Verarbeitung der Daten ist außerdem sehr fehleranfällig. Das kann zur Folge haben, dass unkorrekte Daten von der Buchhaltung aufgenommen und Zahlungsaufträge deshalb an den falschen Empfänger gehen oder nicht der korrekte Betrag überwiesen wird."

Gerade aufgrund der neuen Rechtslage hat sich das Risiko für die Unternehmen bei Zahlungsaufträgen deutlich erhöht. Seit Anfang November gelten bei vielen Kreditinstituten neue Geschäftsbedingungen. Sie sind nun nicht mehr verpflichtet, Kontonummer und Namen zu überprüfen und auch die Widerrufsrechte wurden verschärft. Im Ernstfall können einfache Tippfehler oder Zahlendreher für die Auftraggeber daher zu hohen Verlusten führen.

(ots / PPI AG)


 


 

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